Gegen Grippe impfen – auch während der Schwangerschaft

erkaeltungOb in Bussen, Bahnen oder auf dem Weihnachtsmarkt: Überall ist das Schnupfen & Schniefen von immer mehr Menschen zu hören. Denn pünktlich zum Start der kalten Jahreszeit haben auch Erkältungen sowie die Grippe wieder Saison. Und mit einer echten Grippe (Influenza) ist nicht zu spaßen – ganz besonders nicht, wenn man zu den Risikogruppen wie etwa schwangere Frauen zählt.

Denn da bei Schwangeren bestimmte Immunzellen verstärkt auf Grippeviren reagieren und der mütterliche Organismus generell für Infektionen anfälliger ist, kommt es bei einer Grippeansteckung während der Schwangerschaft auch häufiger zu schweren Verläufen. Zudem kann eine Grippeerkrankung negative Auswirkungen auf das Wohl des Ungeborenen haben und das Risiko einer Früh- oder sogar einer Totgeburt steigern.

Laut Studien aus den USA ist das Risiko, an der Grippe zu erkranken, vor allem dann erhöht, wenn das letzte Schwangerschaftsdrittel und die Geburt in die Grippe-Saison fallen.

 

Der beste Grippeschutz ist immer noch die Impfung

Aufgrund des erhöhten Ansteckungsrisikos und der gefährlichen Folgen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) seit 2010 schwangeren Frauen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Doch leider kommen dieser Empfehlung derzeit nur wenige Frauen nach. Momentan lässt sich so nur ca. ein Viertel der werdenden Mütter gegen die Grippe impfen. Grund dafür ist, dass vielen die Notwendigkeit einer solchen Impfung gar nicht bewusst ist oder dass sie sich sogar sorgen, die Impfung könne dem ungeborenen Baby schaden. Letzteres ist jedoch aus medizinischer Sicht unbegründet. Denn die Auswertung medizinischer Daten ergab, dass die Impfung während einer Schwangerschaft keine negativen Folgen hatte – weder für die Mutter, noch für den Fötus.

Im Gegenteil: Durch die Grippeimpfung bei Schwangeren wird das Frühgeburtsrisiko gesenkt.

 

Die Grippeimpfung ist auch in der Schwangerschaft sicher

Da es sich bei den in Deutschland zugelassenen Grippeimpfstoffen um Totimpfstoffe handelt, ist eine Grippeimpfung zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft unbedenklich. Totimpfstoffe sind solche, die keine aktiven bzw. lebenden Bakterien oder wie im Falle der Grippe Viren beinhalten.

Dass die Ständige Impfkommission eine Grippeimpfung erst ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft empfiehlt, hängt damit zusammen, dass die im ersten Trimester relativ häufigen Fehlgeburten aus natürlichen Ursachen nicht in Verbindung mit der Impfung gebracht werden sollten. So wird im ersten Trimenon der Schwangerschaft nur dann gegen die Grippe geimpft, wenn sich aus dem Erkrankungsbild der Mutter eine Indikation dafür ergibt. Tatsächlich ist aber auch zu diesem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft die Influenzaimpfung sicher.

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