Ganz anders könnte man leben – die Hausgemeinschaft.

Die Kinder sind groß und aus dem Haus. Das Haus ist geblieben – zwei Menschen be-wohnen es nun und können es nicht mit Leben füllen. Immer mehr Paare fragen sich, ob so ihre Zukunft aussehen soll. Zu zweit allein im Einfamilienhaus, im Reihenhaus, in der Etagenwohnung. Und sie fangen an zu träumen – von alternativen Wohnformen. Aus Wohnen soll Leben werden. In Gemeinschaft.

Andreas ist Architekt. Eines der ersten Projekte, die er verwirklicht hat, war ein öko-logisch durchdachtes Reihenhaus, drei Stockwerke pro Eingang, sechs Einheiten ins-gesamt. Die Wohneinheiten sind flexibel – Stockwerke können ohne Probleme als ei-genständige Wohneinheiten abgetrennt werden. Und auch die Zwischenwände kön-nen verschoben werden. Eingezogen sind vor 30 Jahren junge Familien, die gerne zu-sammenleben wollten. Es gibt Gemeinschaftsräume, einen großen gemeinsamen Gar-ten. Regelmäßige Treffen sind natürlich an der Tagesordnung. Dennoch bleibt der Pri-vatbereich geschützt.

Im Lauf der Zeit hat sich vieles verändert. Kinder sind aus dem Haus gegangen, die pflegebedürftige Mutter ist eingezogen – in eine eigene Wohneinheit im Haus der Tochter. Freigewordener Wohnraum würde an Studenten vermietet – die Flexibilität des Hauses machte vieles möglich.

Das Experiment ist gelungen. Dankbar blickt die Hausgemeinschaft auf drei Jahr-zehnte zurück. Auch im Ruhestand im privaten Bereich und doch gemeinsam leben zu können, nimmt die Angst vor Alterseinsamkeit.

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