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Reaktionen nach der Berlin-Wahl

21.09.2026

Nach dem klaren Wahlsieg der Linken bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl zeichnen sich erste Richtungsentscheidungen und Kontroversen ab. Die Berliner Grünen werten das Ergebnis als eindeutigen Wählerauftrag für eine progressive Wende und streben offiziell ein rot-grün-rotes Bündnis unter Führung der Linken an. Die bisherige Koalition sei unmissverständlich abgewählt worden, so die Grünen-Spitze, die in den kommenden Tagen entsprechende Sondierungen aufnehmen will.In der Berliner CDU gehen die Meinungen über den weiteren Kurs auseinander. Während der Abgeordnete Burkard Dregger dafür plädiert, weiter eine unionsgeführte Koalition der Mitte mit SPD und Grünen auszuloten, wies der frühere CDU-Generalsekretär Mario Czaja diesen Vorstoß zurück. Die Union habe keinen Regierungsauftrag. Czaja machte unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz und den scheidenden Regierenden Bürgermeister Kai Wegner für das schlechte Abschneiden verantwortlich. Spitzenkandidat Stefan Evers habe nach Wegners Rückzug im Sommer unter schwierigsten Bedingungen das Maximum herausgeholt. Zudem habe die Linke insbesondere von der Absenkung des Wahlalters profitiert.Die AfD kritisierte das Wahlergebnis scharf und kündigte harten Widerstand im Landesparlament an. Spitzenkandidatin Kristin Brinker warnte vor einem drohenden Haushaltsnotstand und bezeichnete die Versprechen der Linken – insbesondere in der Mieten- und Wohnungspolitik – als unfinanzierbare Luftschlösser.