
Die Infantino-Trump-Spiele.
12.06.2026
Eigentlich bin ich froh, dass Deutschland in Russland und Katar nicht weit gekommen ist. Ich wäre ohnehin dafür gewesen, die WM zu boykottieren, wenn sie in Ländern durchgeführt wird, die die Menschenrechte mit Füßen treten und wie 1936 Adolf Hitler Sportgrossereigenisse für die Publicity von Diktatoren nutzen. In Russland: Deutschland scheidet blamabel als letzter in der Vorrunde aus. Auch in Katar überstand das DFB-Team die Vorrunde nicht. Proteste im Vorfeld und während des Turniers wurden belächelt, deutsche Spieler, die die Eier hatten, auch während des Turniers ihren Prostest gegen die gekauften Spiele auszudrücken, wurden vom DFB und der FIFA abgemahnt.
Dass es seit gestern Abend alles noch viel schlimmer kommt, war vorauszusehen. 11 Milliarden Dollar an Einnahmen erwartet die FIFA, und sie liebäugelt mit einem Reingewinn von 3-4 Milliarden. Die Veranstaltung ist voll amerikanisiert – mit Trinkpausen für die Spieler, die eigentlich Werbepausen für die Sponsoren sind. Die ziemlich besten Freunde Trump und Infantino nutzen die Bühne für ihre widerlichen moralisch verwerflichen Doppelpässe. Nachdem Trump vor Wut schäumte, dass er den Friedensnobelpreis nicht bekommen hat, verlieh ihm Infantino kurzerhand einen sogenannten Fifa-Friedenspreis. Der Rest in Schlagzeilen:
- Trump droht Mitausrichter Kanada nach wie vor mit Annexion als 51. Bundesstaat
- Die Mauer zu Mexiko – ebenfalls Gastgeberland – soll nach wie vor gebaut werden.
- Die qualifizierten Kicker des Iran mussten auf Geheiß von Donald Trump von Arizona nach Mexiko umziehen.
- Es gibt Einreiseverbote für Funktionäre und Fans aus Somalia, dem Iran, Haiti, Senegal und der Elfenbeinküste.
- Anhänger aus lateinamerikanischen Staaten müssen damit rechnen, mit der Abschiebepolizei ICE unliebsame Bekanntschaft zu machen.
Die zynische Krönung des Ganzen: Am 14. Juni, dem Tag des ersten deutschen Gruppenspiels, finden im Beisein Trumps widerliche Käfigkämpfe direkt vor dem weißen Haus statt.
Die FIFA braucht einen Neuanfang. Wenn sie den Fußball nicht vollends kaputtmachen will. Weg mit Infantino und seinen Spießgesellen. Keine WM mehr in Ländern, die massiv gegen Menschenrechte und das Völkerrecht verstoßen.