00:00
01:48
  • Mahler Meint
  • Kommentar

Die Bahn fährt bei jedem Wetter.

08.01.2026

Bahnfahrer im Norden und Osten aufgepasst, ab heute könnten komplizierte Tage bevorstehen: Die Deutsche Bahn reduziert von Donnerstagnachmittag an wegen des Winterwetters vorsorglich den Fernverkehr. Sie erwartet in den nächsten Tagen "spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs", wie es in einer Mitteilung heißt. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für den Norden bei Dauerfrost heftigen Wind mit Schneefällen und Schneeverwehungen. Von den Einschränkungen sind unter anderem die Fernverkehrsverbindungen nach Norddeich-Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen betroffen. Zudem wird auf den Schnellfahrstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt. Die Fahrtzeit verlängere sich um bis zu 30 Minuten, so die DB.

Kunden, die ein Ticket für eine Reise von Donnerstag bis Samstag gekauft haben, können die-ses zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, wie die Bahn weiter mitteilte. Die Zugbindung sei aufgehoben. Reisen könnten zudem auf Mittwoch vorverlegt und Sitzplatzreservierungen kostenfrei storniert werden.

„Die Bahn fährt bei jedem Wetter“ war mal ein berühmter Werbeslogan für die Schiene. Über-raschenderweise kommt Jahr für Jahr der Wintereinbruch ungefähr zur selben Zeit. Und ich schaue mal wieder neidisch auf die Eidgenossen. Ich lese im Internet: „durch ihren integralen Taktfahrplan mit festen Intervallen und klaren Anschlüssen, eine hochgradig elektrifizierte Infrastruktur, konsequente Investitionen, die Organisation in Knotenpunkten für schnelle Umstiege sowie spezielle Lösungen für den Winterbetrieb, ermöglicht eine hohe Pünktlichkeit und eine gute Koordination mit anderen Verkehrsmitteln". Aber von anderen Ländern lernen? Das konnte Deutschland noch nie. Siehe auch unter „Streckenmaut“.