
Der Stern von Bethlehem.
22.12.2020
Haben Sie ihn gesehen? Nur alle 60 Jahre ist dieses Phänomen zu beobachten. Astrologen vermuten, dass die Planetenkonstellation, die gestern Abend in der Dämmerung zu be-obachten war, der Stern von Bethlehem gewesen ist. Jupiter und Saturn werden alle 60 Jahre in einer Achse von der Erde überholt. So entsteht der Eindruck, dass Jupiter und Saturn am Himmel zu einem Stern verschmelzen und stehen bleiben – weil die Rotation der drei Planeten um die Sonne für 2 Stunden im gleichen Tempo zu verlaufen scheint. Also gestern von Einbruch der Dämmerung bis 18 Uhr. Soweit die wissenschaftliche Erklärung. Eben die-ses Phänomen soll sich auch im Jahr 7 vor unserer Zeitrechnung zugetragen haben – durch-aus möglich, dass dies das Geburtsjahr des Jesus von Nazareth gewesen ist. Im Evangelium des Matthäus liest sich das so: „Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Kö-nigs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“
Der Stern kündigt also eine neue Zeit an. Ein König ist geboren, der herrschen soll wie kein Herrscher vor ihm. Gerecht soll er sein, weise und er soll Frieden bringen.
Was wünschen wir uns mehr als eine neue Zeit. Wir haben das Gefühl, dass die alte Erde ab-gewirtschaftet hat. Alles scheint zu zerbrechen – ein Neustart scheint nötiger denn je. Weihnachten 2020 auf dem Höhepunkt der Pandemie und der Klimakatastrophe – könnte uns der Stern in eine andere Richtung lenken? Das wäre das schönste Weihnachtsgeschenk für die Welt: Einsicht und Vernunft. Frieden und Gesundheit. Ich wünsche uns allen friedliche Wei-nachten.