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  • Mahler Meint
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Der Schattenmann Jesse Jackson.

19.02.2026

Immer, wenn man über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung spricht, fällt ein Name: Dr. Martin Luther King jr., schwarzer Baptistenpastor und Märtyrer, der für die Bürgerrechtsbe-wegung lebte und 1968 starb. In den 60iger Jahren waren aber viele mehr engagiert, um die Rassentrennung zu überwinden. Da gab es Malcom X, der im Gegensatz zu King Gewalt befür-wortete. Und nicht nur schwarze Menschen waren aktiv. Aus der Künstlerszene sind zum Bei-spiel Joan Baez und Bob Dylan zu nennen. Und, immer im Schatten von King, Jesse Jackson, ebenso wie King farbiger Pastor der Baptistenkirche in den USA. Als King erschossen wurde, führte vor allem Jesse Jackson sein Lebenswerk weiter. Er war das, was man einen Aktivisten nannte. Die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition schreibt: „Sein unerschüt-terliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen.“ Die Familie von Jackson sagt: „Unser Vater war ein dienender Anführer – nicht nur für die Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt“.

1984 und 1988 bewarb sich Jackson um die Präsidentschaft in den USA. 1988 schloss er die Kampagne als Zweitplatzierter ab. Es sollte 20 weitere Jahre dauern, bis sich Jesse Jacksons Traum für die farbige Bevölkerung der Staaten erfüllte und Barak Obama ins weiße Haus ein-zog.

Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren friedlich im Kreis seiner Familie in Chicago gestorben. Bitter, dass er in den letzten Jahren sein Lebenswerk wieder zerstört sehen musste, weil ein weißer Rassist die Herrschaft in den USA an sich gerissen hat.