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Backpacking.

25.06.2021

Als ich noch ein wenig jünger war, was es in, sich einen Rucksack zu packen und einfach auf-zubrechen. Interrail hieß damals das Zauberwort, für wenig Geld konnte man per Bahn Ziele in vielen Ländern Europas ansteuern. Ich wusste gar nicht, dass es das auch heute noch gibt. 33 Länder kann man in einem Ticket bereisen – es gibt Fristen zwischen 4 Tagen und 3 Mona-ten. Und man kann dann dort an den jeweiligen Destinationen überlegen, was als nächstes ansteht. Wandern, faulenzen, am Strand liegen, Sehenswürdigkeiten besuchen. Wirklich eine prima Alternative zum rundum-sorglos Pauschalurlaub. Und absolut im Öko-Trend! Statt mit dem Flieger in ein paar Stunden in Griechenland anzukommen und sich dort am Flughafen einen Mietwagen zu nehmen, reist man umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln und per Pedes. Erlebnisfaktor garantiert – und man lernt unter Garantie Land und Leute bes-ser kennen als im Hotel-Ressort. Wenn ich als älterer Herr so übers alternative Reisen nach-denke, werden natürlich Sehnsüchte in mir wach. Jugenderinnerungen. Ein Strand in Grie-chenland – Jugendliche sitzen am Lagerfeuer, die eine oder andere Klampfe ist natürlich am Start – Blowin‘ in the Wind und Imagine darf dabei nicht fehlen. Ja, ich weiß: man kann so etwas nicht einfach wiederholen. Aber man kann sich annähern, indem man alternativ reist. Das geht in der Tat als älteres Semester. Jetzt ist natürlich dank Corona die Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt. Aber bei guter Planung geht es. Ich war ganz erstaunt, als sich unser 18jähriger Enkel vor ein paar Wochen einfach in den Zug gesetzt hat und nach Österreich ge-fahren ist. Er fand es richtig gut. Obwohl er der „Mutti hat ein Taxi-Unternehmen-Generation“ angehört.