Fussball ist unser Leben

Mahler meint am 30.01.2015
 
 
[display_podcast] Jetzt geht’s lo-hos! Heute Abend der Kracher: Der 2. Gegen den 1. In Wolfsburg und die Chance für die Wölfe, die Bayern zu jagen. Dafür haben sie sich verstärkt und Nationalspieler André Schürrle gekauft. Ich als Wahlberliner und Stuttgarter schaue aber eher nach unten in der Tabelle und hoffe, dass Hertha und der VfB wenigstens den Klassenerhalt schaffen. Schaun mer mal!
Etwas anderes macht mir erheblich mehr Sorgen. In Deutschland ist der Vereinssport ein extrem wichtiges soziales Bindemittel. Ehrenamt, Betreuung von Kindern und Jugendlichen ist das Kernstück des deutschen Sports, nicht Spitzenmannschaften und Nationalmannschaft. Und deshalb sollten wir dafür sorgen, dass der Sport insgesamt nicht kaputt gemacht wird. Durch Hooligans, durch Nationalmannschaften, die mal eben 7 Stammspieler einbürgern wie die Handballer von Katar, die die starken Deutschen mit umstrittener Schiedsrichterleistung aus dem WM-Turnier im eigenen Land geworfen haben, FIFA-Korruption a la Sepp Blatter oder Vergabe von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften wie nach Sotchi oder Katar.
OK – der Spitzensport ist intrernational kommerzialisiert, anders geht’s offensichtlich nicht. Es darf aber nicht sein, dass wir uns durch die Skandale, durch Gewalt und Doping das kaputt machen lassen, was uns als Gesellschaft wichtig ist. Ich möchte gerne weiterhin mit meinem Enkel ins Stadion gehen können ohne den vermeintlich sicheren Familienblock aufsuchen zu müssen. Und ich wünsche mir, dass die großartige Leistung der Vereine für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land noch für viele Generationen ihren Beitrag für eine friedliche und tolerante Gesellschaft leisten kann.
 
 

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