Fußball in der Krise.

Holstein Kiel und Hertha BSC sind in Quarantäne. Bayern und Dortmund sind raus aus der Champions-League. Der Streit um den Zeitpunkt der Löw-Ablösung dominiert die Schlagzeilen. Hansi Flick, der letztes Jahr alle vier Titel holte, ist bei Bayern raus. Kicken vor Zuschauern – noch nicht wirklich in Sicht. Die Amateurvereine pausieren schon zu lange. Auch international gibt es viel Grund zur Sorge. Die EM in diesem Jahr ist in Frage gestellt. Und immer wieder flammt die Kritik an der Ausrichtung der WM 2022 in Katar auf. 6.500 Arbeiter sind beim Bau der Stadien zu Tode gekommen, die Lebens- und Arbeitsverhältnisse für ausländische Arbeits-kräfte dort waren und sind menschenverachtend. Jetzt hat der Botschafter des Emirats be-richtet, dass künftig Mindestlöhne gezahlt werden sollen. Dass dies zu einem Zeitpunkt ver-lautet, da die Arenen praktisch fertig sind, ist geradezu zynisch. Deutsche Kicker laufen immer öfter mit T-Shirts auf, auf denen „Human Rights“ steht. Das allerdings reicht nicht, um Men-schenrechtsverletzungen wirklich ernst zu nehmen und wirksam anzuprangern. Wenn die Profi-Kicker es ernst meinen, müssen sie der Empfehlung des Entwicklungsminister Gerd Mül-ler folgen und dürfen nicht zur WM fahren. Ein holländischer Unternehmer, der den WM-Ra-sen nach Katar liefern sollte, machte ernst: Er gab den Auftrag zurück. Ich meine, er hat das richtig gemacht. Katar darf mit dieser Nummer nicht durchkommen.

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