Fünf Kombibäder für Berlin

Einfach Schwimmen reicht nicht mehr, Spaß- und Sportbäder müssen her! Unter diesem Motto könnten die Berliner Bäderbetriebe den Vorstoß ihres Chefs Ole Bested Hensing – 14 Berliner Bäder schließen und dafür fünf große Kombibäder bauen zu wollen – vielleicht etwas populärer machen. Denn zur Zeit macht der Vorschlag ja eher Negativschlagzeilen. Der Senat sieht die Kosten explodieren, die Bürger haben Angst um ihr geliebtes Bad um die Ecke und die Schwimmvereine fürchten um ihre Trainingsplätze.

 

Der Plan der Bäderbetriebe ist es, 14 Hallenbäder, die marode, sanierungsbedürftig oder schlecht besucht sind zu schließen. Stattdessen sollen fünf sogenannte Kombibäder entstehen, die ihren Schwerpunkt auf den Bereichen Wellness, Spaß und Sport haben sollen. Warum Berlin überhaupt neue Bäder braucht, erklärt Matthias Oloew, Unternehmenssprecher der Berliner Bäderbetriebe: „Die Schwimmbäder bieten überall nur das selbe Produkt an, nämlich Schwimmen, Punkt! Und wenn jemand etwas Anderes möchte, dann muss er nach Brandenburg in die Spaß- und Großbäder fahren. Das muss ja nicht unbedingt sein.“

 

Außerdem sind neue Bäder weitaus kostengünstiger zu betreiben und Sanierungen sind viel teurer, sagt Oloew weiter. Auch die Angst der Bürger und Schwimmvereine ihre geliebten Bäder und Trainingsplätze aufgeben zu müssen, will Matthias Oloew entkräften. „Die Berliner Bäderbetriebe sind angetreten, um die Trainingszeiten der Schwimmvereine weiter zu verbessern. Das Angebot wird auf keinen Fall eingeschränkt und auch das Schulschwimmen wird weiter stattfinden können.“

 

Welche Bäder geschlossen werden sollen ist allerdings noch nicht raus und wo die Neuen hin sollen auch noch nicht. Also dann, ab ins Schwimmbad um die Ecke! Wer weiß wie lange es noch da ist.

 

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