Freie Meinungsäußerung selbst im katholischen Irland. Mahler meint 30.10.18

160203_Mahlermeint_bannerMit einer Mehrheit von 65 Prozent haben die Iren dafür gestimmt, das Verbot der Gotteslästerung aus der Verfassung ihres Landes zu streichen. Irland geht damit nach der Legalisierung der Homo-Ehe und der Aufhebung des strikten Abtreibungsverbots weiter auf Distanz zu seiner starken katholischen Tradition. Damit fällt eine der letzten Bastionen der radikal-konservativen katholischen Kirche in Europa. In Artikel 40.6.1 heißt es bislang, die Verbreitung von “gotteslästerlichen,aufrührerischen und unanständigen Themen” sei als strafwürdiges Vergehen einzustufen und solle juristisch verfolgt werden. Auf Blasphemie stand eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro. Während bei der Abstimmung über das strikte Abtreibungsverbot im Mai noch lauter Jubel bei der Verkündung des Ergebnisses in Dublin ausbrach, kamen am Samstagabend nur eine Handvoll Menschen, um den Ausgang des Referendums zum Blasphemieverbot zu begrüßen. Irland, dessen Zukunft wegen der Bedrohung durch den Brexit ungewiss erscheint, ist auf der anderen Seite auf dem Weg zu einer multikulturellen, liberalen und offenen Gesellschaft.

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