Flüchtlinge in Europa!

Mahler meint am 21.08.15.
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Fast täglich werden derzeit die Zahlen der Asylsuchenden nach oben korrigiert. In Deutschland sollen – Stand heute – im Jahr 2015 750.000 Flüchtlinge ankommen. Eine Herausforderung, sagt Innenminister De Meziere, aber keine Überforderung für unser Land.
Trotzdem werden die Stimmen lauter, die sagen, man dürfe nicht Schweden und Deutschland die Hauptlast tragen lassen, andere Länder müssen sich stärker engagieren. Wohin Flüchtlinge aus Griechenland und Italien aufbrechen, das entscheidet sich auch an den Bedingungen, oder besser gesagt Anreizen, die das jeweilige Gastland bietet. Und diese Anreize sind in Europa höchst unterschiedlich. Man kann es auch einfacher sagen: Wo erhält ein Flüchtling wieviel Geld? In Deutschland sind es ca. 350 Euro im Monat. Damit liegen wir mit an der Spitze. Belgien: 300, Bulgarien 180 – Zypern erstaunlicherweise 450 Euro. Aber das allein ist natürlich nicht aussagekräftig. Da kommen viele andere Fakten hinzu: Wer schiebt wen wie schnell und aus welchem Grund ab? Was sind sichere Herkunftsländer, die kein Asyl rechtfertigen? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten, die Sachleistungen etc.
Klar ist: Europa muss endlich handeln. Asylgesetzte müssen vereinheitlicht werden. Die Flüchtlinge müssen gerechter auf die Staaten verteilt werden. Und, die vielleicht vordringlichste und schwierigste Aufgabe: Die Situation in den Herkunftsländern muss sich verändern. Denn niemand verlässt ohne Not seine Heimat. Eine Herausforderung an die Außenpolitik und die weltweite Gerechtigkeit. Und da könnte es auch uns an den Wohlstand gehen. Und so was kostet eben immer Wählerstimmen. Alles super mit ehrenamtlicher Hilfe und Willkommenskultur – wenn es an den eigenen Wohlstand geht, ist eben bei den Meisten Schluss.
 
 

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