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Feindbild Auto. Mahler meint am 16.9.2019

160203_Mahlermeint_bannerJetzt geht es meinem Lieblingsspielzeug an den Kragen. Proteste vor den Toren der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt, in Stuttgart nächsten Sonntag autofreier Sonntag, Am Freitag Proteste der Friday for Future Kids mit der gesamten Bevölkerung. Die Regierung schnallt so langsam, dass es die Bürger ernst meinen. Hektik bei CSU-Söder, Konter der Grünen, dass das alles nicht weit genug geht, und Gauland faselt im Interview was von Schweden, wo es AKWs gibt und deshalb die CO2 Werte niedriger sind. Die Autoindustrie reagiert panisch und die Bürger sorgen sich mehr noch um die Wirtschaft als um das kippende Klima. Ich finde es gut, dass wir uns keine Beruhigungspillen mehr verabreichen lassen. Die stärker werdenden Hurrikans in der Karibik, die Überschwemmungen in Spanien – in immer kürzeren Abständen wird uns deutlich gemacht, dass die Uhr immer schneller tickt und wir den Wettlauf verlieren werden, wenn …. ja – wenn was? Die Klimaziele 2020 hat unsere Kanzlerin schon abgeschrieben, dann eben 2030. Aber so zaghaft und vorsichtig und ohne Preis, was des Wohlstand und die heilige Kuh Auto betrifft, wird es nicht gehen. Die Autoscheiben bleiben auch im Sommer sauber. Weil die Insekten fehlen. Vielleicht wird uns bald auch das Beweismittel Auto-Frontscheibe fehlen. Wenn wir so weitermachen. Und uns weiter davor fürchten, konsequent zu sein.

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