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Feierlicher Advent ohne Feuer. Mahler meint am 3.12.2018

160203_Mahlermeint_bannerGestern am ersten Advent mussten wir den Pastor unserer Kirchengemeinde verabschieden. Er zieht um nach Berlin, geht als Krankenhausseelsorger zur Immanuel Diakonie ins Krankenhaus am kleinen Wannsee. Auf den Tischen lagen kleine Päckchen mit Taschentüchern. „Für die Abschiedstränen“ stand drauf. Es war ein bunter, stimmungsvoller Nachmittag, der mit einem Gottesdienst endete. Zum Schluss hielt jede und jeder der 250 Gäste eine Kerze in der Hand. „Wie in Taizé“ raunte mir jemand zu, in Anspielung an den berühmten ökumenischen Wallfahrtsort in Frankreich. Ich dachte an meine Kassiererin, deren Vater Feuerwehr-Kommandant war. Karin achtet immer peinlich genau darauf, dass die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden. Letzte Nacht hatte ich den passenden Alptraum. Meine Frau und ich wurden wach, weil wir Brandgeruch in der Nase hatten. Wir rissen unsere drei Kinder – im Traum noch drei kleine statt jetzt vier große – aus den Betten und stürmten ins Freie. Ich ging in den Keller und löschte. Wir haben gar kein Öl im Keller. Und auch kein Gas im Haus. Als ich heute Morgen erwachte, war ich froh über die LED-Lichter am Adventskranz. Gestern hatte ich noch mit meiner Frau deshalb geschimpft. Bitte passen Sie gut auf sich und ihre Kerzen auf in der Adventszeit. Es ist eben auch die Zeit der Wohnungsbrände. Ansonsten: Soviel Stimmung wie immer Sie brauchen, um sich auf die Ankunft des Lichts der Welt zu freuen. Ich wünsche ihnen einen feierlichen Advent ohne Feuer.

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