Europa versinkt in der Bürokratie. Mahler meint am 8.7.2019

160203_Mahlermeint_bannerJetzt kann man sein Auto online anmelden. Theoretisch – also noch nicht überall und auch nicht sofort. Theoretisch ab der zweiten Jahreshälfte 2019, in der wir ja schon unterwegs sind seit einer Woche. Aber bald, so verspricht es das Kraftfahrtbundesamt, soll das stundenlange Schlange stehen und die monatelange Warterei auf einen Termin bei den Zulassungsstellen Geschichte sein. Das Kennzeichen muss allerdings so richtig haptisch geprägt werden und kommt noch nicht aus dem heimischen 3D-Drucker. Unterdessen habe ich mit der Versicherung zu tun. Ein älterer Herr ist in die Fahrertür eines auf mich zugelassenen Autos gefahren. Meine Tochter hat die Polizei gerufen, der Schaden wurde aufgenommen und der ältere Herr zeigte sich sehr kooperativ. Seine Versicherungsgesellschaft auch. Schnell und unbürokratisch heißt es in deren Werbung. Ein Sachverständiger machte einen Termin zur Besichtigung. Nicht jede Werkstatt darf den Schaden beheben. Heute Morgen fische ich neben der Tageszeitung auch einen dicken Brief aus dem Kasten. Von der Versicherung, deren Namen ich nicht nenne. Sie liest sich von hinten und vorne gleich. Ich öffne das Schreiben hoffnungsfroh. Übernahme der Kosten? Denkste! 8 Seiten Belehrung über die neue europäische Datenschutzgrundverordnung. Einseitig bedrucktes Papier für die Tonne. Ich bin Verfechter des papierlosen Büros und ärgere mich. Ich weiß, dass die das verschicken müssen. Ich verstehe mich gut mit unserem Briefträger und bemitleide ihn. Das meiste, was er im Schweiße seines Angesichts zu uns schleppt, ist unnützes Zeug. Ich bin auch entschiedener Gegner des Online-Handels wegen 18 Hosen bestellen und 17 zurückschicken. Die Post hat am 1.7. das Porto erhöht. Diesmal praktischerweise in 10 Schritten: 80 statt 70 Cent, 1.55 statt 1.45. Seit einer Woche versuche ich, 10er Marken zu bekommen, um meine 70iger und 1.45iger aufzubrauchen. Nicht lieferbar. Europa versinkt in der Bürokratie. Die deutsche Bank streicht 18.000 Stellen. Was für ein Chaos. Mals sehen, ob die Ursula mit der Helmfrisur diesen Stall mal ausmistet. Obwohl – das wollte Theo Waigel auch. Er ist – so weit ich weiß – kläglich gescheitert. Die Bürokratie ist ein Monster, das nicht so schnell kleinzukriegen ist.

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