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Ein Leben für den Glauben

Er wohnte in unmittelbarer Nachbarschaft und einmal hatte ich das Privileg, Deutschlands erfolgreichsten Fernsehpfarrer interviewen zu dürfen. Am Freitag ist Jörg Zink 93jährig in seinem Haus in Stuttgart-Möhringen verstorben.

 

Jörg Zink hatte ein Millionenpublikum – nicht nur im Fernsehen, wo er mehr als 100 mal das Wort zum Sonntag sprach. Auch seine moderne Bibelübersetzung aus dem Jahr 1965 und seine zahlreichen Sachbücher erreichten Millionenauflagen. Das bekannteste ist wohl „In der Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages“. Jörg Zink bezeichnete sich selbst als Dorfpfarrer, der die Sprache der einfachen Menschen spricht. Ganz in der Tradition Martin Luthers hat er dem Volk aufs Maul geschaut und es so auch erreicht.

 

Der Mit-Begründer der Grünen und Friedensaktivist Zink hatte 4 Kinder. Seine größte Lebensleistung war nach eigener Aussage die Gründung einer Jugendfarm für Großstadtkinder. Mich hat das berührt – denn genau diese Jugendfarm war für einen meiner Enkel jahrelang ein Zuhause mitten in der Stadt. Auch das habe ich Jörg Zink also zu danken und nicht nur die vielen Bücher in meinem Schrank, die Bibelübersetzung, die ich gerne lese und zitiere und die zahllosen Ermutigungen zum Glauben an das Gute und an Gott. Ich verneige mich vor einem großen, bescheidenen und unglaublich sympathischen Christenmenschen.

 

Der Dank für sein Leben geht an Gott, der ihn geschaffen und begabt hat.

 

 

 

 

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