E-Commerce Versand – das ist zu beachten

Jeder, der in den Onlinehandel einsteigen möchte, sollte sich zuvor mit den Versandmöglichkeiten beschäftigen. Der Versand ist mittlerweile ein wichtiges Kriterium für den Erfolg eines Unternehmens geworden. Kunden haben sich daran gewöhnt, dass der Versand der bestellten Produkte kostenlos und obendrein umgehend erfolgt. Spätestens zwei Tage nach der Bestellung sollten die Artikel dann auch beim Empfänger eingetroffen sein. Dazu gibt es sogar schon sehr interessante Statistiken. Diese besagen, dass etwa die Hälfte aller potenziellen Kunden den Einkaufskorb wieder leeren, wenn Sie erfahren, dass die Lieferung zu lange dauert oder dass zusätzliche Versandkosten anfallen. Da die Konkurrenz im E-Commerce groß ist, entscheiden sich die Interessenten in solch einem Fall für einen anderen Anbieter.

Noch deutlich schlimmer ist es, wenn Kunden in den Bewertungen des Shops darüber berichten, dass etwas mit dem Versand nicht geklappt hat. Falls die Lieferung zu lange dauerte oder die Artikel nicht sicher verpackt waren, gibt es negative Kritiken. Das kann zu erheblichen Umsatzeinbußen führen. Deshalb ist es im E-Commerce nicht nur wichtig, günstige und hochwertige Artikel anzubieten, sondern genauso wichtig ist die Qualität des Versands.

 

Worauf kommt es beim Versand an?

Der Versand von Artikeln ist in der heutigen Zeit eines der wichtigsten Themen im Bereich des E-Commerce. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass er zu einer Kostenfalle wird. Die Kosten setzen sich aus folgenden Einzelpositionen zusammen:

  • Verpackungsmaterial
  • Füllmaterial
  • Arbeitszeit zum Verpacken
  • Gebühren für Zustelldienste
  • Eventuelle Retouren

 

Große Unternehmen lagern den Versand zumeist aus. In dem Fall kümmert sich ein professioneller Betrieb aus der Logistik- und Transportbranche um die Zustellung der bestellten Artikel. Für Start-ups oder kleinere Unternehmen lohnt sich diese Geschäftsform zumeist nicht. Sie müssen sich selbst darum kümmern, dass die bestellten Produkte unversehrt beim Empfänger eintreffen.

 

Kosten für den Versand gering halten

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass sowohl die Versandkartons als auch eventuell erforderliche Füllmaterialien aus einem hochwertigen Material bestehen. Diese Dinge können zumeist direkt beim Hersteller bestellt werden, damit nicht noch Zwischenhändler daran verdienen. Das alles wird ausführlich hier erklärt. Durch einen preiswerten Bezug kann auch hochwertiges Verpackungsmaterial zu einem günstigen Preis erworben werden.

Interessant können auch Kartons mit Automatikboden, die auch als Blitzboden bezeichnet werden, sein. Diese lassen sich mit nur einer Hand aufklappen. Dadurch kann eine einzelne Person sehr viel mehr Warensendungen fertigstellen als mit herkömmlichen Verpackungsmaterialien. Es kommt jedoch immer darauf an, welche Artikel ausgeliefert werden müssen. Sowohl die Größe als auch die Tragfähigkeit der Verpackungen müssen zu den jeweiligen Artikeln passen.

 

Informationen vom Versanddienstleister einholen

Die Gebühren für den Versand hängen zumeist von der Größe der Kartons ab. Deshalb lohnt es sich für jeden, der im E-Commerce tätig ist, einen Blick in die Gebührentabelle des Dienstleisters zu werfen. Bei den Abmaßen geht es den Anbietern meistens darum, die Laderäume der Transportfahrzeuge optimal auszunutzen. Übergroße Verpackungen führen oftmals dazu, dass sich die Preise für den Transport drastisch verteuern. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den einzelnen Diensten. Manchmal sind kleine Pakete bei einem Anbieter sehr günstig und bei dem anderen recht teuer. Das bedeutet, wenn ein sehr preiswertes Angebot gefunden wird, kann nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass der jeweilige Versanddienstleister bei allen Verpackungsgrößen günstige Angebote macht.

 

Die typischen Versandvariablen bestimmen

Der Versand bestellter Produkte ist nicht eine statische Größe. Deshalb wird gerne von Versandvariablen geredet. Neben der Größe und dem Gewicht der Sendungen spielen einige weitere Aspekte eine Rolle bei der Ermittlung der Kosten. Dazu gehören:

  • Etiketten
  • Entfernung
  • Zollgebühren
  • Steuern des jeweiligen Ziellands
  • Dokumente

 

Es macht einen Unterschied, ob ein Artikel innerhalb Deutschlands verschickt oder ins europäische Ausland geliefert wird. Noch höher fallen die Kosten aus, wenn bestellte Produkte auf dem Seeweg oder per Luftfracht ausgeliefert werden müssen.

Zahlreiche Artikel werden bei der Einfuhr in ein anderes Land vom örtlichen Zoll begutachtet. Auf diverse Waren sind Einfuhrzölle zu entrichten. Auch das muss im Vorfeld abgeklärt werden. Zudem dürfen nicht sämtliche Artikel in jedes Land eingeführt werden. Insbesondere bei Medikamenten und Kosmetikartikel gibt es vielerorts Einfuhrverbote. Sämtliche Einschränkungen sollten jedoch schon in der Beschreibung der Produkte im Onlineshop zu finden sein. Dann wissen Interessenten im Voraus, ob sie eine Bestellung aufgeben können oder nicht.

 

Ein tragfähiges Konzept entwickeln

Im E-Commerce ist es mittlerweile üblich, dass Empfänger keine Versandkosten entrichten müssen. Deshalb muss sich jeder Anbieter im Voraus ausrechnen, wie hoch die Kosten für die Lieferung ausfallen werden. Diese werden dann zumeist gleich auf den Anschaffungspreis aufgeschlagen. Dadurch können sich jedoch günstige Produkte drastisch verteuern. Deshalb sollte ein Konzept entwickelt werden. Oftmals wird in solchen Fällen angeboten, dass der Versand erst ab einer bestimmten Stückzahl oder ab einem Mindestbestellwert kostenlos ist. Damit lassen sich ungerechtfertigt hohe Preise wieder etwas ausgleichen.

Der Versand sollte von vornherein so aufgebaut werden, dass er flexibel erweitert werden kann. Zahlreiche Anbieter im E-Commerce erleben einen kräftigen Boom. Werden interessante Artikel zum kleinen Preis mit kostenlosem Versand angeboten, wird die Anzahl der Bestellungen schnell in die Höhe schießen. Darauf sollte jeder gut vorbereitet sein. Aus diesem Grund ist es unbedingt erforderlich, einen Zulieferer von Versandverpackungen zu finden, der in kurzer Zeit größere Mengen zuschicken kann. Zudem sollten genug Mitarbeiter vorhanden sein, die dann die Produkte verpacken und versenden können.

 

An die Zukunft denken

Anbieter, die erfolgreich im E-Commerce tätig sind, wachsen zumeist sehr schnell. Das kann dazu führen, dass der Versand hohe Kosten verschlingt. In den meisten Fällen müssen die Gebühren bezahlt werden, bevor der Empfänger die Ware erhält. Mit günstigen Versandverpackungen und Füllmaterialien ist bereits der erste Schritt zur Kosteneinsparung getan. Einige Versanddienstleister bieten Händlern auch sogenannte Business-Accounts an. Werden regelmäßig größere Mengen versandt, dann lassen sich auf diese Weise Kosten sparen.

 

Image by Preis_King from Pixabay

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