E-Autos zu verschenken!

Nehmen wir mal an, sie fahren einen Renault Zoe. Der ist jetzt 3 ½ Jahre alt. Eigentlich wolllen Sie ihn weiterfahren, denn er ist derzeit das vernünftigste Elektroauto, das man kaufen kann. Ihr Zoe ist finanziert. 400 Euro haben sie im Monat dafür hingelegt. Für 12.700.—könnten sie ihn jetzt aus der Finanzierung rauskaufen. Er hat die 40KW Batterie, die sorgt schon für real 300 KM Reichweite. Aber ihr Händler macht Ihnen ein verlockendes Angebot: Ein neuer Zoe – vollausgestattet und mit der größeren 50-KW Batterie mit noch mehr Reichweite kostet der-zeit 30.000 Euro. Staatliche Prämie von € 6.000 und 28% Händler-Nachlass: Der Preis ist hal-biert. Für 15.000 haben sie ein nagelneues, technisch besseres E-Auto. Anstatt für weitere 12.700.—ein altes Modell zu fahren.

Der Markt spielt völlig verrückt. Durch Nachlässe und staatlich Prämien bekommt man jedes Auto nachgeschmissen, das irgendetwas mit alternativem Antrieb zu tun hat – und sei es le-diglich ein Plug-in Hybrid.

Ich frage mich als kritischer Verbraucher allerdings, ob das im Sinne der Energiewende war, dass der Markt mit Neuwagen geflutet wird, die den Kunden praktisch nachgeschmissen wer-den. Wobei es sehr umstritten ist, ob ein Plug-in Hybrid wirklich umweltfreundlicher ist – was die Öko Bilanz angeht. Wenigstens in einem Punkt könnten Sie bei Ihrem alten oder neuen Zoe beruhigt sein: Er fährt rein elektrisch. Die Öko-Bilanz stimmt – so sie eine PV Anlage auf dem Dach haben und ihn ausschließlich mit Sonnenstrom fahren. Inzwischen ist es mit den alternativen Antrieben fast so wie mit Corona: Es gibt tausend Regeln – und am Ende blickt keiner mehr durch. Gerechtigkeit sieht anders aus.

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