Dire Kirche auf Corona-Pfaden.

Die Kirche hat viel mit Corona am Hut. Bzw. auf dem Kopf. Corona – lateinisch Krone – liegt schwer auf dem Haupt des Christus, der das Kreuz zu seiner eigenen Hinrichtung trägt. Und sie ziert das Haupt des Himmelskönigs, der auf dem Thron regiert.

Corona, die Pandemie des Kronen-Virus macht der Kirche derzeit allerdings schwer zu schaf-fen. Wenn keine Leute mehr in die Kirche kommen, wenn die Spenden und Kollekten ausblei-ben, wenn keine Wallfahrer ihre Opfer darbringen, dann kommt das Bodenpersonal Gottes in arge Geldnöte.

Wir schauen mal exemplarisch auf einen der meist besuchten Wallfahrtsorte Europas. Nach Lourdes in Frankreich kommen in diesem Jahr 80% weniger Pilger als vor Corona. Und kaufen dort massenhaft Kerzen ein. Zwischen 300 und 500 Tonnen Kerzen werden vor Ort in der einer kleinen Manufaktur von 15 Mitarbeiterinnen hergestellt. „Le Cierge de Lourdes“ ist ein Mar-kenname und ein Begriff. Geschützt sind die Kerzen in ihrem Marienblau überdies.

In Corona-Zeiten läuft auch hier fast alles online. Es gibt einen Showroom im Internet. Dort kann man Le Cierge de Lourdes für Taufen, zur Kommunion oder für Hochzeiten bestellen.

In diesem Jahr war die Grotte von Lourdes am Rand der Pyrenäen für mehrere Monate ge-schlossen. Erstmals in seiner 162jährigen Geschichte. Millionen Pilger blieben aus und die, die kamen, konnten auf keinen Fall alle den Waschritus für Kranke, das Baden im Wasser der Ma-rienquelle, vollziehen. Wegen der Abstandsregeln. Eilig schuf der Wallfahrtsort deshalb einen neuen Pilgerweg entlang der Wasserbecken. An dessen Ende können Besucher Lourdes-Was-ser trinken und sich damit das Gesicht waschen. Immerhin. Wenn es hilft ….

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