Diesel oder ÖPVN. Lindner oder Göring-Eckardt. Mahler meint am 15.9.2017

Die Wahl ist gelaufen – zumindest was Platz 1 und 2 angeht. Um Platz 3 streiten sich die Grünen und die FDP. Hobbyrennfahrer Lindner sagte, seine Leidenschaft sei alles, was sich mit Benzin antreiben lässt. Die Grüne Göring-Eckardt kontert, dass Lindner sich ab 2030 ein neues Hobby suchen müsse, weil es dann definitiv keine Verbrennungsmotoren mehr gäbe.

 

Der Streit um die Fahrverbote erregt die Republik mehr als Auslandseinsätze der Bundeswehr, prekäre Arbeitsverhältnisse, Wohnungsnot oder Integration. Angela Merkel hat der Autoindustrie gestern bei der Eröffnung der IAA gründlich die Leviten gelesen. Von Versäumnissen der Regierungsparteien sagte sie nichts. Dabei ist das Versagen in Sachen Mobilität und Energiewende offensichtlich. Klüngeln mit der Autoindustrie, eine nicht mal halbherzig vorangetriebene Energiewende seit Fukushima, die Weigerung, konsequente Fahrverbote für Stinker politisch durchzusetzen. Kostet Wählerstimmen, klar.

 

Einer der wenigen, der sich freut ist mein Kollege. Der hat seinen alten Sharan-Diesel, der eh alt und im Eimer war für 11.000 Euro Umweltprämie zurückgeben und eine satte Anzahlung in den Leasing-Vertrag für einen neuen Bulli getan. Benzin. Besser wär’s gewesen, wenn Volkswagen jetzt schon den E-Buddy auf dem Markt gehabt hätte. Aber die deutsche Autoindustrie ist in Sachen alternative Antriebe jetzt schon weit hinter China, Japan, Korea und den USA zurück. Das wird uns in Sachen Arbeitsplatzpolitik heftig auf die Füße fallen. Und da sind wir wieder bei einem Haupt-Wahlkampfthema.

 

Diesel oder ÖPVN. Lindner oder Göring-Eckardt. Mahler meint am 15.9.2017
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