Die zweite Welle.

So unvorstellbar groß die Verheerungen sind, die die Flutwelle angerichtet hat und noch im-mer anrichtet, so gigantisch ist auch die zweite Welle. Nämlich die Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität, die gerade durch das Land schwappt. Im Spenden waren wir schon immer gut – bei solch akuten Notsituationen, die uns als Menschen in Deutschland ganz direkt betreffen, sind wir immer schnell zur Stelle und halten zusammen.

Ob Geld- oder Sachspenden, ob ehrenamtliche Helferinnen vom Technischen Hilfswerk oder der Feuerwehr, ob Rettungsdienste oder Hundestaffeln, ob Einzelne, die sich mit Werkzeug und Gummistiefeln in die Krisengebiete aufmachen – die Hilfe fließt auch wie ein breiter Strom durch unser Land. Gelebte Solidarität. In der Not halten wir zusammen, das ist gut zu sehen.

Gestern haben wir im Gottesdienst Geld gesammelt – und ich weiß, dass dies an vielen Orten geschehen ist.

Unsere tief gespaltene Gesellschaft braucht offensichtlich immer wieder Katastrophen, die uns die Augen öffnen. Das war bei der Jahrhundertflut 2002 so und das ist auch jetzt das Gebot der Stunde. Beim Impfen lässt die Solidarität gerade nach. Und die Inzidenzen klettern. Die Flutkatastrophe dieser Tage lässt hoffen, dass wir unsere Lektion lernen. Nur gemeinsam, nur im Denken aneinander und an die, die in große Not geraten sind, können wir die massiven Herausforderungen dieser Tage anpacken und vielleicht auch bewältigen. Das gilt für die Pandemie, für Katastrophen und auch für den Klimaschutz. Hoffentlich ist diese Erfahrung nach-haltig und verändert uns als Gesellschaft insgesamt.

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