Die Zukunft ist weiblich.

Die Zukunft ist weiblich. Oder gar nicht. Kinder an die Macht. Solche Slogans machen mich alten Mann nachdenklich. Gestern habe ich Barak Obama zum Geburtstag gratuliert und da-bei ist mir der Gedanke gekommen, wer diese Welt eigentlich noch retten könnte. Weltun-tergangsstimmung, wo man auch hinhört. Begründet, sicher. It’s a Mans World – sicher. Viel zu viele Alte, frustrierte, machtbesessene Männer treiben auf diesem Planeten ihr Unwesen, bringen mit ihrem narzisstischen Muskelspielen Lied, Tod und Zerstörung über die Welt.

Ich glaube allerdings, dass die Welt nicht an einem Geschlecht zugrunde geht, sondern an einer Haltung. Diese Haltung heißt: Macht, Gier, Egoismus und Nationalismus. Es ist schon erstaunlich, dass wir es immer noch nicht begriffen haben, dass weder Geschlechter noch Systeme noch Religionen oder Ethnien das Problem sind. Sondern die Tatsache, dass wir die einfache Ethik Albert Schweizers nicht lernen wollen: Ich will leben inmitten von Leben, das Leben will. Augustinus bringt es auf eine noch kürzere Formel: Liebe und tue was du willst.

Die Zukunft ist also weder weiblich noch divers noch männlich – die Zukunft ist gemeinsam. Oder gar nicht.

Die Zukunft ist weiblich.
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