Die Rübe und der Klimawandel. Mahler meint am 28.06.2019

160203_Mahlermeint_bannerProteste gegen den Klimawandel fordern Opfer. Mal sind es die Konzerne und deren Mitarbeitende, weil ein Braunkohlebagger besetzt ist. Und mal ist es die Natur selbst. Wie jüngst bei den Protesten gegen den Braunkohle-Tagebau Garzweiler. Mehrere Hundert der insgesamt über 6.000 Demonstranten wählten den Weg über die Felder von Bauer Willi Schillings. Sie hinterließen eine hundert Meter lange, fünf Meter breite Furche. Da war dann wirklich „Ende Gelände“ – für Petersilie und Möhrchen. Bauer Schillings hat Verständnis dafür, dass es nicht ohne Kollateralschäden abgeht, wenn man das Klima retten will. Er weiß, dass es am Ende ums Ganze geht, deshalb nimmt er den Verlust von ein wenig Gemüse nicht tragisch. Was ihn dann doch erzürnt, ist die Häme in den sozialen Netzwerken. Der Berliner Grünen-Politiker Georg Kössler (34) schrieb auf Twitter: „Deine Möhren sind nicht wichtiger als unser Kima. Sorry.“ Er räumt zwar später ein: „Mein Tweet war überspitzt formuliert.“ Aber die Aktion hält er trotzdem weiter „für vertretbar“. Er war ja selbst vor Ort … Die Grünen-Chefin von Rheinland-Pfalz, Jutta Paulus (52), warf Bauer Willi gar „Fake News“ vor. Petersilie- und Möhren-Acker seien schließlich gesittet plattgelatscht worden: „500 Leute gestaffelt auf 3 m Breite hintereinander“, schreibt die Spitzen-Grüne auf Twitter. Auch Paulus war selbst dabei … Mahler meint: Wer die Natur und das Klima schützen will, sollte zumindest Respekt vor denen haben, denen die Proteste schaden. Sich hämisch über die plattgelatschten Rübchen äußern, ist dann doch unterste Gemüse-Kiste, Herr Kössler. Das passt nicht zu einem Grünen. Ich denke, da ist eine Entschuldigung fällig. Wegen der Glaubwürdigkeit.

Die Rübe und der Klimawandel. Mahler meint am 28.06.2019
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