Die Mutter ist nicht zu ersetzen.

Es gibt Situationen, da habe ich als Papa keine Chance. Da muss einfach die Mama her. Wenn ein Kind sich das Knie aufgeschlagen hat zum Beispiel. Trost – das wird bei uns Emanzipation hin, Emanzipation her am ehesten mit der Mutter in Zusammenhang gebracht.

 

Als ich in den ersten Sekunden des neuen Jahres in den Armen meiner Frau lag, da habe ich das auch wieder gespürt. Vielleicht ist der Trost ja wirklich weiblich. Wir hatten einen ganzen Abend lang geredet über das vergangene Jahr. Über Schweres und Schönes, über Befürchtungen, was das neue Jahr betrifft. Über die Angst vor dem Älterwerden. Und dann haben wir tatsächlich Trost gefunden in der Tatsache, dass wir einander haben – und das war für mich einfach die Zuversicht für das Neue schlechthin.

Jedes Jahr wird für die evangelischen Christen ein Jahresmotto ausgelost. Die sogenannte Jahreslosung. Sie stammt aus der Bibel, für 2016 aus dem Prophetenbuch Jesaja im ersten Testament. Und da steht genau das: ich will Euch trösten, so lässt Gott ausrichten, ja, der männliche Gott, so dachten wir immer, und lagen damit kräftig daneben, also: ich will euch trösten wie einen eine Mutter tröstet.

 

Gott ist eben Vater und Mutter, Bruder und Schwester, Begleiterin und Freund. Für mich passt dieses Motto heute an meinem ersten Arbeitstag auf jeden Fall perfekt. Ich will Euch trösten, wie einen eine Mutter tröstet. So gehe ich getröstet und getrost ins neue Jahr. Ich wünsche Ihnen, dass es für Sie ein gutes wird.

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