Die Lichtung im Wald!

Es ist gut, einen Puffer zwischen Arbeitsstelle und zu Hause zu haben. Zum Beispiel eine Stammkneipe, eine Parkbank, eine Bar, wo man einen Sundowner zu sich nimmt. Nicht einfach von A nach B rasen, ohne der Seele Zeit zu geben, mitzukommen. Wir lässt sich so ein Puffer in Corona-Zeiten einbauen?

Wir gehen am Nachmittag regelmäßig raus und laufen unsere Runde im Wald. Mit Variatio-nen, aber doch auf die Dauer ein wenig eintönig. Raus aus der Haustür, Runde gelaufen, rein in die Haustür. Seit geraumer Zeit sagt meine Frau, dass sie eine Lichtung im Wald regelrecht anlacht. Dort stehen drei Bänkchen und es ist einfach wunderschön. Also packen wir auf die nächste Runde einfach unsere Bücher mit ein und machen auf der Lichtung Pause. Ein Kapitel lesen, die Stille genießen, andere Vögel singen hören und andere Bäume anschauen als zu Hause im Garten.

In Corona-Zeiten mit eingeschränktem Radius ist es wichtig, das aus den Möglichkeiten raus-zuholen, was geht. Um einen zwar strukturierten, aber doch auf die Dauer stupiden Alltag zu unterbrechen. Wann haben sie zuletzt einen Spieleabend gemacht? Eine Nachbarsfamilie gibt jeden Abend ein Minikonzert auf dem Balkon. Nur 15 Minuten – und alle sind dankbar für die Unterbrechung. Und für Großstädter gibt es sicher einen Park, eine Bank, auf der man ein Eis schlotzen kann, eine Lieblingsstelle zum Verweilen. Der Phantasie sind da ja keine Grenzen gesetzt. Lassen sie die Lichtung, die Bank, den Park nicht links liegen. Gönnen sie sich Ab-wechslung. Um aus der Lock-down-Apathie wenigstens ein wenig auszubrechen.

Die Lichtung im Wald!
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