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Die Kur für die Seele. Mahler meint am 13.2.2018

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Also Morgen. Was denn? Was soll vorbei sein? Die närrischen Tage, das Feiern, für viele auch das Exzess-Saufen, der Schlafentzug, das fünfe Gerade sein lassen auch in Sachen Sex. Aschermittwoch ist für manche ein Synonym für Kater.

Für mich ist es regelmäßig der Beginn meiner Jahreskur. Die nehme ich mir schon lange, und sie hilft mir zur seelischen und körperlichen Gesundheit. Meist ist esder Alkohol, der dran glauben muss, so auch dieses Jahr. Ich hab gestern leckere Säfte eingekauft und freu mich drauf. Regelmäßigkeit mindert den Genuss, Verzicht steigert die Genussfähigkeit. Meine Fläschchen im Keller können auch 7 Wochen warten – dann schmecken sie noch besser.

Hilfreich ist mir aber auch die jährliche Fastenaktion der evangelischen Kirche. Jedes Jahr mit einem anderen Motto. „Zeig Dich! Sieben Wochen ohne Kneifen!“ heißt es ab Morgen. „Lebendig tot sein kann man auch, wenn man etwas sagen sollte aber doch die Schnauze hält“ hat der Liedermacher Gerhard Schöne vor vielen Jahren getextet.

Es gibt im Alltag tausend Möglichkeiten, Partei zu ergreifen, laut zu werden, denen die Stirn zu bieten, die Leute angreifen – körperlich und verbal. Gut, das mal zu üben. 7 Wochen lang. Auf 7wochenohne.evamgelisch.de kriegen Sie Unterstützung. Mit dem Kalender und der täglichen Mail. Ab Morgen beginnt sie  – die Fastenkur für den Körper und die Seele. Mein jährliches Highlight. Übrigens: Ostern ist Fastenbrechen. Für mich mit einem Glas Wein und einer Erfahrung mehr im Gepäck. Ich zeig mich. Und werde mit Sicherheit weniger kneifen, wenn ich gefragt bin, den Mund aufzumachen.

 

 

 

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