Die Kraft der Hoffnung.

Heribert Prantls Buch wurde mir gerade zur rechten Zeit geschenkt. Der politische Publizist, bekannt durch seine Kolumnen in der Süddeutschen Zeitung, hat 28 Hoff-nungsgeschichten herausgegeben. Er schreibt: „Es gibt Hoffnungen, die erscheinen verrückt; aber sie sind es nicht. Die verrückten Hoffnungen sind nämlich oft gerade diejenigen Hoffnungen, die helfen, nicht verrückt zu werden.“

Prantls Buch „Die Kraft der Hoffnung – Denkanstöße in schwierigen Zeiten“ umfasst 28 Kapitel. Die unterschiedlichsten Themen werden in kurzen Kapiteln behandelt – Power-Häppchen gegen die Verzweiflung. Denn was brauchen wir derzeit nötiger als Hoffnung? Jeden Tag kämpfen wir dagegen an, uns von den negativen Meldungen nicht verrückt machen zu lassen. Wenn ich mich ins Büro setze und einen Text für meinen Kommentar verfassen will, sitze ich oft lange da und überlege, was ich kom-mentieren könnte – und was ausnahmsweise weder mit Corona noch mit Populisten zu hat. Und da kommt mir die Kraft der Hoffnung gerade recht. Ich werde in den kom-menden Tagen verschiedene Aspekte der Hoffnung beleuchten – jetzt, wo der Teil-lockdown verlängert wird und der Impfstoff in Reichweite ist. Noch einmal Heribert Prantl: „Die Schwester der Hoffnung ist die Geduld“. Ich gebe zu, dass mir die Geduld schon mehrmals ausgegangen ist. Die Geduld gibt die Hoffnung nicht auf. Die ver-rückte Hoffnung, dass wir das Ende der Pandemie erleben werden, braucht all unsere Geduld. Und diese verrückte Hoffnung hilft uns, nicht verrückt zu werden.

Ich wünsche Ihnen einen hoffnungsvollen, verrückten und geduldigen Dienstag.

Heribert Prantl, Die Kraft der Hoffnung, Süddeutsche Zeitung Edition, 24,90, die sich wirklich lohnen.

Die Kraft der Hoffnung.
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