Die Geister, die wir riefen

Die Bequemlichkeitsverblödung hat uns fest im Griff. Nachdenken und konsequent handeln ist schwierig, auf der Couch liegen und sich berieseln lassen einfach.

 

Oder wie könnte man es anders erklären, dass Plastiktüten, die ab 1. April überall Geld kosten sollen, trotzdem benutzt werden? 71 verbraucht jeder Deutsche im Jahr, das sind genau 71 zu viel. Barbara Hendricks hat heute Morgen im Morgenmagazin verkündet, dass es das erklärte Ziel sei+++++ , den Verbrauch in den nächsten 10 Jahren auf 40 zu drücken. Und das mittels einer Bezahlung der Tüten, nicht etwa durch ein Verbot. Man reibt sich verwundert die Augen. Durch die Bequemlichkeitsverblödung – will sagen, dass die Verbraucher die Folgen ihres Handelns nicht sehen wollen – wird es in 30 Jahren mehr Plastik als Fische im Meer geben. Und – warum gibt es immer noch Kinderspielzeug aus Plastik? Liegt es nur am Preis, dass wir unsere Kinderzimmer mit diesem Zeug zumüllen?

 

Nächstes Beispiel: Atomkraft. Heute will keiner für die Entsorgung der Meiler aufkommen, nachdem die Konzerne sich jahrelang die Milliarden in die Tasche gesteckt haben. Atomkraft ist effektiv, sauber und gut zu handhaben, sagte man damals. Heute nach Tschernobyl und Fukushima wissen wir es besser. Aber es ist zu spät.

 

Beispiel Feinstaub: Anstatt Konzepte zu entwickeln, wie wir den Autoverkehr aus den Ballungszentren rauskriegen sieht der neu Verkehrswegeplan einen weiteren Ausbau der Zufahrtstraßen zum Beispiel nach Stuttgart vor.

 

Die Geister, die wir riefen …. Ich meine, hier hilft keine Flickschusterei mehr sondern nur noch eine radikale ökologische Wende. Wer aber soll die herbeiführen? Die Parteien, inklusive der Grünen, üben den Kniefall vor der Wirtschaft. Bleiben nur noch die Verbraucher. Wenn nur die Bequemlichkeitsverblödung nicht wäre ….

Die Geister, die wir riefen
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