Die fünf größten Irrtümer über Kredite

kreditkartenÜber Kredite kursieren immer wieder neben den harten Fakten zahlreiche Irrtümer und Halbwahrheiten. Hier sind die fünf weitverbreitetsten Mythen über Kredite.

 

1.) Der Dispo des eigenen Girokontos ist besser als eine Kreditaufnahme
Ein weit verbreiteter Irrtum – die Dispofalle kann schneller zuschnappen als man denkt. Finanzielle Engpässe können mit dem Dispo-Kredit rasch und unbürokratisch überbrückt werden, allerdings ist man hier oftmals zu hohen Zinsen ausgesetzt. Deshalb ist die Aufnahme eines Ratenkredites unter dem Strich die deutlich günstigere Variante. Sie empfiehlt sich besonders in den Fällen, wenn die Inanspruchnahme des Dispo-Kredits länger als 1 Monat dauert oder mehr als 500 EUR benötigt werden.

 

2.) Die Schufa nützt nur den Finanzinstituten
Die Schufa ist eine Interessengemeinschaft, die unter anderem den Banken Auskunft darüber erteilt, wie die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden einzuschätzen ist. Aber auch die Verbraucher können die Schufa als nützliches Instrument einsetzen. Die Schufa bietet die Möglichkeit, einmal im Jahr kostenlos Einblick in die gespeicherten Daten zu erhalten. Wenn man veraltete Angaben findet, zum Beispiel abgeschlossene Kreditzahlungen, kann man diese Dokumente bereinigen lassen. Auf diese Weise kann man sich einfach und schnell vor überteuerten Krediten anderer Finanzinstitute schützen.

 

3.) Die eigene Bank bietet auch den besten Kredit
Die Hausbank hat den Vorteil, dass sie schon über den größten Teil der nötigen Unterlagen verfügt und durch einen persönlichen Berater bei Kreditfragen weiterhelfen kann. Doch man erhält als Kunde von der eigenen Bank nicht automatisch den besten Zinssatz. Deshalb sollte man stets mehrere Angebote vergleichen und darüber hinaus auch im Internet nach guten Angeboten Ausschau halten. Bei Direktbanken kann nicht selten ein besserer Vertrag abgeschlossen werden. Ein Beispiel für ein gutes Vergleichsportal finden sie hier.

 

4.) Die günstigsten Kredite sind die “Schaufensterkredite”
Sogenannte “Schaufensterzinsen” dienen meist reinen Werbezwecken und verleiten zu unbedacht abgeschlossenen Kreditverträgen. Die Verbraucher bemerken oftmals nicht, dass die vermeintlich attraktiven Angebote eigentlich „Ab”-Zinsen sind. Die angegebenen Zinssätze werden in Wirklichkeit nur unter den bestmöglichen Konditionen vergeben. Es ist ratsam, sich bei der Bank über die individuelle Zinsen vorher gründlich zu informieren. Auf diese Weise verschafft sich der Verbraucher maximale Klarheit über den tatsächlichen Zinssatz abhängig von seiner Bonität und der persönlichen Einkommenssituation.

 

5.) Einen Kreditvertrag kann man nicht mehr auflösen
Auch dieser Mythos ist weit verbreitet. Die Widerrufsmöglichkeit von Kreditverträgen ist gesetzlich geregelt. Noch bis zu 14 Tagen nach dem Vertragsabschluss kann man von dem unterschriebenen Vertrag zurücktreten. Was auch weniger bekannt ist: Auch nach Ablauf dieser Frist ist trotzdem noch eine Kündigung möglich. Die im Jahre 2010 anerkannte Richtlinie zum Schutz der Verbraucher besagt, dass die Vorfälligkeitsentschädigung nicht höher als 1% der vertraglichen Restschuld sein darf.

 

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