(Die Bibel, Psalm 139 nach einer Übersetzung von Jörg Zink)

Gott, Du siehst mich. Du kennst mich.
Ich sitze oder stehe auf, so weißt Du es,
Du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ich gehe oder liege, so bist Du um mich
und siehst all meine Wege.
Ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
dass Du, Gott, nicht wüsstest.
Von allen Seiten umgibst Du mich
und hältst Deine Hand über mir.
Das ist zu wunderbar, zu unbegreiflich,
zu hoch für meine Gedanken.
Wohin soll ich gehen vor Deinem Geist?
Wohin fliehen vor Deinem Angesicht?
Steige ich zum Himmel, so bist Du da,
verberge ich mich im Tode,
so bist Du auch dort.
Nehme ich Flügel der Morgenräte
und bleibe am äußersten Meer,
so wird Deine Hand mich finden
und Deine Rechte mich fassen.
Spreche ich: „Dunkel möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein!“
so ist auch Finsternis nicht finster für Dich,
und die Nacht leuchtet wie der Tag.

 

 

(Die Bibel, Psalm 139 nach einer Übersetzung von Jörg Zink)
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