Die Alpen vergreisen

Mahler meint am 06.01.2015
 
 
[display_podcast] Gold, Weihrauch und Myrre hatten sie im Gepäck, die weisen Männer aus dem Morgenland. Schnee war nicht dabei. Vermutlich konnten sie gar nicht wo weit gucken. Das aber hätte die Betreiber der großen Skigebiete in den Alpen mehr interessiert als der andere Plunder. Denn das weiße Gold wird immer mehr zu Mangelware. Was also tun, fragten sich die findigen ehemaligen Bergbauern und bauten Schneekanonen, was das Zeug hielt. Die können zwar nich aus Garn Gold spinnen, aber aus Wasser Schneekristalle gefrieren lassen. Aber die ganze schöne Technik nützt leider nichts, wenn es zu warm ist. Aber vielleicht erledigt sich das Problem von ganz alleine. „Vielen jungen Leuten fehlt der Zugang zum Skifahren“ klagt der größte Brettlbauer der Welt Atomic aus Österreich. Buckelpisten lassen sich auf dem Tablett oder dem Mega-großen Smartphone ganz einfach bewältigen und das Gefühl fürs schwerelose Gleiten in Champagner-Powder lässt sich auch via Joystick ganz wunderbar erleben. Bleibt das Mega-Event Apres Ski. Aber auch dafür muss sich heute niemand mehr in enge Alpentäler oder auf schwer zugängliche Berghütten quälen. Bei Parship ist der Flirtfaktor ohnehin höher. Da werden sich die Alpenbewohner was einfallen lassen müssen, um ihren eingeborenen Nachwuchs innert der Region zu halten. Der Almauftrieb allein kann es sicher nicht richten, sinniert der in die Jahre gekommene Groß-Hotelier und blickt verzweifelt in den Herrgottswinkel. Genau, das ist es: konnte nicht der Gottessohn weiland Wasser zu Wein machen? Wie wär`s denn mal mit Wasser zu Schnee? Für die geplagten Österreicher, Schweizer und sogar die Franzosen allemal das größere Wunder….
 
 

Die Alpen vergreisen
Die Alpen vergreisen bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
1,00 von 5 Punkten, basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.
Loading...