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Detektei in Berlin im Einsatz zur Beweisbeschaffung

8061249756_447a91e9fc_zManchmal, wenn die Polizei nicht mehr weiterhilft, hilft nur noch ein Detektiv. Gut, dass es sie gibt, diese stillen, geduldigen Wesen, die eine hervorragende Menschenkenntnis besitzen und ein breites Allgemeinwissen. Es gibt sie in jeder größeren Stadt, natürlich auch in Berlin, und manchmal brauchen wir ihren Rat. Natürlich besuchen wir in der Realität nicht Sherlock Holmes oder Miss Marple, dennoch liegt ein gewisser geheimer und mysteriöser Hauch in der Luft, sobald wir uns einen Detektiv in unserer Fantasie vorstellen.

 

Zwischen Klischee und Realität

 

Wer Detektive nur aus Filmen oder Serien kennt, stellt sie sich oft mit heruntergezogenem Hut und langem Mantel vor oder denkt an Columbos typischen Satz, kurz bevor er geht: „Eine Frage hätte ich noch“. Jedoch liegen Sie damit völlig falsch, denn das hat mit echten Detektiven, wie zum Beispiel der Lentz Gruppe in Berlin, nichts zu tun. Ein Detektiv ist ein verdeckter Ermittler und darf auf keinen Fall auffallen. Er muss diskret und behutsam vorgehen, um nicht bemerkt zu werden. Konfrontationen mit der Zielperson werden meistens vermieden.

 

Allerdings gibt es auch Detektive, die sich zum Beispiel als Versicherungsvertreter ausgeben oder so tun, als wären sie ein Kollege der Zielperson, um mit ihr in Kontakt zu kommen. Normalerweise erfolgen die Ermittlungen jedoch ohne direkten Kontakt. Der Detektiv macht Fotos, filmt, recherchiert und beobachtet. Das typische, stundenlange warten im Auto kommt tatsächlich nicht nur in Filmen, sondern auch in der Realität vor. Allerdings versuchen Detektive möglichst unauffällig auszusehen. Ein Aufzug wie ihn Sherlock Holmes trägt, wäre kontraproduktiv.

 

Die Grenzen der Ermittlungen

 

Detektive haben keine besonderen Rechte, wie zum Beispiel die Polizei, und müssen sich genauso an Regeln halten wie alle anderen Bürger.

 

Damals hauptsächlich private Ermittlungen

 

Bis Ende der 70er Jahre wurden Detektive hauptsächlich von Privatleuten angeheuert. Es ging unter anderem um Ehebruch oder Erbrecht. Da wurde zum Beispiel ein Max Müller beschattet, wie er sich mit seiner Affäre im Café Kranzler auf dem Kudamm vergnügt.

 

Heute hauptsächlich wirtschaftliche Ermittlungen

 

Inzwischen stehen eher Wirtschaftsthemen auf der Agenda. Bei Scheidungen spielt es keine Rolle mehr, wer Schuld ist. Heute geht es in über 75 Prozent der Fälle um Markenpiraterie, Krankschreibungs- oder Abrechnungsbetrug, Schwarzarbeit, Lauschabwehr und Bonitätsermittlung. Max Müller Junior, der öfter blau macht, hat also schlechte Karten, wenn er sich im Sommer lieber in den Biergarten der Hasenheide setzt, anstatt zur Arbeit zu gehen, denn sein misstrauischer Chef hat einen Privatdetektiv beauftragt. Mehr als 1.500 Detektive kümmern sich in Deutschland um Straftaten mit einem volkswirtschaftlichen Schaden von zirka 60 bis 80 Milliarden Euro. Die Aufklärungsquote liegt bei etwa 80 Prozent.

 

Bildrechte: Flickr Paparazzi Statue Kurt Bauschardt CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

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