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Der Tod ist sicher – aber das Leben nicht. Mahler meint am 17. August 2017

Die meisten Deutschen waren schon mal in Spanien. Und wer in Spanien war, der war auch in Barcelona. Wer in Barcelona war, ist die Rambla zum Hafen hinunterspaziert. Eine der schönsten Flaniermeilen der Welt. Ähnlich wie die Promenade des Anglais in Nizza. Für drei Deutsche war es gestern des letzte Spaziergang auf Las Ramblas. Viele Urlauber aus der ganzen Welt sind unter den Opfern des Anschlags von gestern.
Je mehr die radikalen Islamisten militärisch an Boden verlieren, desto mehr greifen sie zu den Waffen, gegen die wir uns am schlechtesten schützen können: Fahrzeuge in öffentlichen Räumen.
Koran, Sure 2, 191: „Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist schlimmer als Töten! Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.“
Der IS hat sich diese Sure zu eigen gemacht und explizit dazu aufgefordert, Fahrzeuge als Waffen zu benutzen. Die blutige Spur zieht sich von Berlin über Nizza und London jetzt auch durch Barcelona.
Angst und Schrecken verbreiten, gerade bei den Menschen, die in fröhlicher Urlaubsstimmung sind – das ist das Ziel. Die Türkei, Nordafrika und Ägypten scheiden für viele Menschen als Urlaubsziele schon aus. Die Aufforderung „Jetzt erst recht“ klingt zynisch. Müssen wir wirklich dem Terror die Stirn bieten, indem wir im Extremfall unser eigenes Leben opfern?
Die Angst und die Unsicherheit bleiben. Ein spanisches Sprichwort sagt: „Der Tod ist sicher – aber das Leben nicht. Was sich gestern grausam bestätigt hat.
 
 

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