Der Nase entlang: Berufswunsch Parfümeur

parfuem KopieParfüme begegnen uns täglich in Drogeriemärkten, in Parfüm- und Kosmetikshops wie easyCOSMETIC, im eigenen Badezimmer und an anderen Personen. Einige Duftspritzer am Tag gehören bei vielen Menschen zur Routine. Viel zu selten fragt man sich, wer für uns die Gerüche entwickelt, und noch seltener, wie man diesen Beruf erlangt.

 

Den Einstieg zu finden ist nicht leicht

 

Prognosen zufolge soll das weltweite Marktvolumen für Parfüm im Jahr 2021 sagenhafte 45,9 Milliarden US-Dollar betragen. Umso wichtiger werden gut ausgebildete Parfümeure. Doch in Deutschland ist der Beruf des Parfümeurs kein offizieller Ausbildungsberuf. Deshalb fällt der Einstieg in den Beruf weniger leicht als bei anderen. Wer sich als Chemie- oder Kosmetiklaborant und Pharmazeut beweisen konnte, hat jedoch gute Chancen, in diesen Berufszweig einzusteigen. Auch Absolventen eines Chemie-, Lebensmittelchemie- oder Biologiestudiums sowie Drogisten-Azubis haben gute Voraussetzungen. Direkte Einstiege sind jedoch selten. Ein solcher trifft meistens ein, wenn man durch die Arbeit oder Familie unmittelbaren Zugriff zum Beruf hat. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich im Ausland zu versuchen. In Frankreich ist es nämlich möglich an sogenannten Parfümeur-Schulen zu lernen. In Versailles gibt es das Institut Isipca und in Argenteuil die École de Parfumerie von Givaduan, dem weltweit größtem Duftstoff-Hersteller.

 

Das Näschen zählt

 

Vor Ausbildungsbeginn werden die Interessenten darauf geprüft, ob bei ihnen eine Teil-Anosmie vorliegt. Wer darunter leidet, kann bestimmte Düfte nicht wahrnehmen. Liegt eine Teil-Anosmie vor, folgt meist der Ausschluss aus diesem Beruf. Des Weiteren kommen weitere Einstellungstests hinzu. Die Tests sind fordernd, da die Ausbildungsplätze stark umkämpft sind. Wird man aufgenommen, folgt eine drei Jahre dauernde Ausbildung. In dieser Zeit lernen die Azubis Rohstoffpaletten kennen und erfahren, welche Ergebnisse entstehen, wenn man bestimmte Stoffe miteinander kombiniert. Zuerst fangen die Azubis mit der Zusammensetzung zweier Stoffe an, bevor sie sich an die Kombination mehrerer Stoffe wagen. In der parfümistischen Fachsprache wird die Gewinnung neuer Gerüche durch die Kombination mehrerer Duftstoffe als Akkord bezeichnet. Die Lehre endet mit einer finalen Abschlussprüfung. Prüfungsbestandteile sind die Erstellung vorgegebener Gerüche oder das Kreieren neuer Düfte. Schlussendlich gehören die Absolventen dann zu einem erlesenen Stab aus circa 2.000 Parfümeuren weltweit.

 

Bildrechte: Flickr « Perfume Organ » Nico Paix CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

 

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