Der kastrierte Elefant

Parteien aus dem Parlament und aussichtsreiche Kandidaten bestreiten Elefantenrunden. So war das immer.

Bis gestern. Gestern nämlich ist der SWR vor MP Kretschmann (Grüne) und Vizechef Schmid (SPD) eingeknickt. Denn aussichtsreiche Kandidaten für den Landtag von Baden-Württemberg sind neben der CDU und der FDP auch die Linke und die AfD, die in der letzten Sonntagsfrage im Ländle auf 10% kommt. Gerade mal 5% weniger als die SPD.

 

Wie bockige Schuljungs sagten Kretschmann und Schmid „wenn der kommt, komm ich nicht“. Der, das ist Jörg Meuthen von der AfD. Nun ist die AfD eine demokratische Partei, da führt kein Weg daran vorbei. Und der SWR hätte konsequenterweise die Runde mit denen durchführen müssen, die kommen. Oder sie abblasen und auf Einzelinterviews umsteigen, wie sie es jetzt mit Meuthen und Riexinger von der Linken tut.

 

Denn was ist die Konsequenz solch inkonsequenten Verhaltens? Die AfD wird weiter stigmatisiert und dorthin gedrängt, wo sie sich eh schon sieht: in die Opferrolle. Und kann dem Kapitel „Lügenpresse“ auch noch den SWR hinzufügen. Nikolaus Blome, stellvertretender Chefredakteur der Bild brachte es drastisch auf den Punkt:

 

Der SWR hat es geschafft, sich durch beide Knie und in den Fuß zu schließen.

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