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Der Herrgott und der Wahnsinn

„Der liebe Herrgott hat den Wahnsinn offensichtlich gut auf die Länder verteilt“. Den Spruch des Tages hat Cem Özdemir abgegeben, um viertel nach Sieben im Morgenmagazin. Ins Berliner ARD Studio musste er erstmals mit Polizeischutz kommen. Brandstifter Erdogan hat dafür gesorgt, dass die fanatischen Massen in der Türkei Morddrohungen gegen türkisch-stämmige Abgeordnete im deutschen Bundestag posten. Ankaras Bürgermeister höchstselbst hat die Fotos ins Netz gestellt. „Diese Gesichter wird man sich merken müssen“.

 

 

Es hätte ein Auftakt nach Maß werden können dort in Frankreich. Aber dann prügeln und treten Russische und Englische Hools aufeinander ein und ein Wahnsinniger erschießt in einem Schwulen-Nachtclub in Orlando 50 Menschen.

 

 

„Der liebe Herrgott hat den Wahnsinn offensichtlich gut auf die Länder verteilt“ – da ist wirklich was dran. Türkei bzw. naher Osten, Frankreich und die USA – der Wahnsinn kommt rum auf dem Globus. Den lieben Herrgott möchte ich aber ausdrücklich da raus nehmen. Denn er schenkt uns Gedanken des Friedens und der Versöhnung in Herz und Hirn. Das Böse, das seine hässliche Fratze zeigt hat eher etwas mit der Abwesenheit des Herrgotts der Liebe zu tun. Denn nur so kommen die Hassprediger am Türsteher der Herzen vorbei: dem Geist der Liebe und des Friedens. Am schmerzlichsten ist es dass die Advokaten des Bösen den Namen Gottes im Munde führen.

 

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