Der Hanseat bleibt cool.

5 Jahre habe ich hier gelebt und studiert. In Hamburg habe ich geheiratet, unsere ersten beiden Kinder sind in Hamburg geboren. Und: obwohl ich nach 5 Jahren wieder gegangen bin, ist Hamburg in meinem Herzen geblieben. Ich liebe diese Stadt und ich liebe die Hamburger. Weil sie cool sind. Unaufgeregt. Sachlich. Anderswo kann man vielleicht schneller Freundschaft schließen – aber oft auch oberflächlicher. Wenn Hamburger ihr Herz öffnen, hat das in der Regel Tiefgang.

In dieses Bild passt der Wahlausgang von gestern. Hamburg ist den Rattenfängern der AfD nicht auf den Leim gegangen, die haben hat den Höhenflug der Rechtsradikalen immerhin eingebremst. die Rechtsradikalen abgestraft. Die Hamburger lassen sich offensichtlich nicht so leicht mit populistischen Parolen einfangen wie Wähler in anderen Teilen der Republik. Rot-Grün kann ihre erfolgreiche Politik in Hamburg fortsetzen. Vermutlich hätte die SPD deutlicher gewonnen, wenn man Olaf Scholz zum Bundesvorsitzenden gemacht hätte. Scholz steht eindeutig für den Wirtschaftsflügel der Sozialdemokraten. Walter-Borjans und Esken ist der Verlust an Wählern zu verdanken, der aber zu verschmerzen ist. Und die Grünen weiter im Dauerhoch. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Verkehr und Umwelt neben der Wirtschaft die beherrschenden Thema im Wahlkampf waren. Zuwanderung? Die kennt der weltoffene Hanseat schon lange. Gerade mal 5% hielten das für ein wichtiges Thema. Pech für die AfD. Glück für Hamburg und für Deutschland.

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