Der Fußball darf anscheinend alles.

Man reibt sich verwundert die Augen: Union Berlin spielt vor 4.500 Zuschauerbn und der DFB fliegt mal eben mit der Nationalmannschaft von Stuttgart nach – aufgemerkt – Basel. 260 Kilometer. Der DFB hat Kritik an dem kurzen Flug seiner Fußballer von Stuttgart nach Basel zum zweiten Nations-League-Spiel der Nationalmann-schaft gegen die Schweiz zurückgewiesen. Eine Anreise mit dem Bus sei aus Rege-nerationsgründen für die Spieler nicht möglich gewesen, da zwei- bis dreistündiges Sitzen ihre Fitness und Gesundheit gefährdet hätten. Ach Gottchen – andere sitzen 8 Stunden am Tag auf ihrem Hintern – im Homeoffice oder im LKW. Bleibt noch die Bahn. Aufgemerkt: O-Ton DFB: Der Zug als Transportmittel sei wegen der Corona-Hygieneregeln nicht infrage gekommen, sagte Pressesprecher Jens Grittner.

Durch das auf der Route nötige Umsteigen hätten die Spieler zu viele Kontakte au-ßerhalb des Mannschaftskreises gehabt. Für Fußballer gelten eben allenthalben Sonderregelungen. Der DFB-Tross war am Samstag per Charterflug gereist, statt die rund 260 Kilometer umweltfreundlicher auf Straße oder Schiene zurückzulegen. Tja, wir hätscheln un-sere Stars eben, damit sie gut kicken. Und genau das taten sie nicht. Sowohl gegen Spanien als auch gegen die Schweiz gab es ein mageres 1:1. Viellicht schwächt zu-viel Comfort-Zone einfach die Einsatzbereitschaft?

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