Den Sorgen davonlaufen. Am Sonntag ist Berlin-Marathon und das ist gut so!

Mehr als 42 km rennen am Stück – das ist ein Marathon und das ist auch der Berlin-Marathon jetzt am Sonntag. Mein Respekt für die 45 000 erwarteten Teilnehmer ist grenzenlos. Mein lieber Kollege Thorsten Wittke hat bereits 9 Mal teilgenommen – wow! Ich selbst hatte als Kind nicht viel mit Sport am Hut und hab das Laufen erst mit Mitte 40 für mich entdeckt. Ansporn war damals der AVON-Frauenlauf, überglücklich war ich, als ich die 10 km geschafft hatte und viele solcher Läufe folgten. Weiter geht mein Ehrgeiz nicht, aber das Laufen ist seither ein fester Bestandteil meines Lebens. Wer es körperlich kann, weil keine Knie- oder Rückenprobleme hindern, dem kann ich es nur empfehlen, egal in welchem Alter. Ein phantastischer Sport, gerade in diesen schlimmen Zeiten. Die Nachrichten tun weh, also loslaufen und den Kopf buchstäblich frei kriegen oder mit ganz anderen Ideen oder Gedanken füllen. Bei mir funktioniert es jedes Mal, auch wenn ich nur ein paar Runden auf dem Sportplatz drehe. Wenn Sie mitten in der Stadt wohnen, fahren Sie mit dem Rad zum nächsten Park und laufen erst dort los. Man braucht keine teure Ausrüstung, gut passende Laufschuhe und fertig. Die Strecke, die Geschwindigkeit, jede und jeder wie er mag. Neben der Seele freuen sich natürlich auch das Herz-Kreislaufsystem und die Muskulatur. Am Sonntag werde ich aber wieder nur am Straßenrand stehen, Tränen der Rührung in den Augen, weil ich mich so sehr mitfreue. Junge und alte Menschen von überallher ziehen da in einem steten Strom an uns vorüber, für jeden möchte man klatschen. Und eine große Portion Stolz auf meine so oft geschmähte Stadt schwingt auch noch mit. Am Sonntag also Auf die Plätze – fertig – los!

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