Den Blick heben.

Rechtzeitig ist die App unserer Kirchengemeinde fertig geworden. Wir tauschen uns über die-ses neue Medium aus – derzeit mit einer besonderen Aktion, die Bibel und Bild heißt. Und das geht so: Wir lesen täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Ein Begriff aus dem Text wird ausge-wählt, der uns den Tag über begleiten soll. Beispiel: neulich war es der Begriff „Wolken“. Weil im Text von Christi Himmelfahrt Wolken eine Rolle spielen: der auferstandene Christus ver-schwindet in den Wolken. Zahlreiche Mitglieder unserer Kirche haben kräftig fotografiert – und so standen am Abend des Tages 24 wunderschöne Wolkenbilder in der App. Zweck der Übung: Wir nehmen die schönen Seiten des Lebens wahr. Wir merken, wenn wir den Blick heben, dass es ja immer noch die wunderschöne Natur gibt. Ich hatte mich in den letzten Tagen dabei ertappt, dass ich es schlimm fand, dass es im April nicht geregnet hat. Dass wir aber tolles Wetter hatten, wunderschöne Wolkenbilder am blauen Himmel, das habe ich zwar registriert, mich aber nicht darüber freuen können. Die Aktion Bibel und Bild soll das ändern. Den Blick heben – das bedeutet, die Blickrichtung verändern. Von unten nach oben. Das ist das „halbe-Glas-Prinzip“: das Glas ist entweder halb voll oder halb leer. In diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir das halb volle Glas sehen. Schlechte und gute Nachrichten dosieren und sie auf uns wirken lassen. Sich freuen können über schöne Bilder, Aktionen, Worte, Menschen, Natur. Das tut unserer Seele gut. Mich begleitet seit Wochen ein Satz aus der Bibel: „Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Heute lautet der Begriff aus dem Text „Worte“. Ich bin gespannt, wie viele gute, mutmachende Worte heute in der App auftauchen werden.

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