Dein Weg.

Wir sind mitten in der Passionszeit. Fastenzeit. Zeit der Besinnung und des Nachdenkens über unser Leben. In diesem Jahr ist für mich die Passionszeit eine ganz besondere. Nicht nur, weil sie im Lockdown stattfindet, sondern auch weil ich einen schweren Schicksalsschlag zu verar-beiten habe. Ein Film aus dem Jahr 2010 hilft mir auf meinem ganz persönlichen Leidensweg.

„Dein Weg“ von Emilio Estevez erzählt eine Jakobsweg-Geschichte. Daniel, der Sohn des er-folgreichen Augenarztes Tom aus Kalifornien, verunglückt auf der ersten Etappe des Jakobs-wegs. Tom fliegt nach Frankreich und beschließt, stellvertretend für Daniel den ganzen 800 Kilometer langen Camino nach Santiago de Compostela zu laufen. Er nimmt Daniels Asche mit und verteilt sie an markanten Stellen des Camino.

Unterwegs begegnet er drei Pilgern, die sich ihm anschließen. Sarah aus Kanada möchte das Rauchen aufgeben. Joost, ein Holländer will abnehmen. Und Jack, ein irischer Schriftsteller hofft, auf diesem Weg seine Schreibblockade zu überwinden. Es stellt sich heraus, dass alle vier Pilger sich mit weit schwerwiegenderen Problemen herumschlagen: zum Verlust des Soh-nes bei Tom kommen Gewalterfahrung in der Ehe, Ablehnung als Person und Suche nach Le-benssinn.

Ich habe begriffen, dass Heilung nur dann möglich ist, wenn wir den Weg durch Leid und Tod mitgehen und dem Schmerz nicht ausweichen. So gesehen ist dieser Film eine Metapher für den Leidensweg von Jesus Christus. Am Ende steht Ostern. Die Auferstehung – für Tom, Joost, Sarah, und Jack ist es die Ankunft in Santiago de Compostela und am Meer in Muxia, wo Tom die restliche Asche seines Sohnes ins Meer streut. Sehenswert: „Dein Weg“ von Emilio Este-vez, auf Amazon Prime oder auf Videoload kann man ihn herunterladen.

Dein Weg.
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