Dead Planet Award.

Das wurde auch Zeit. Wir haben lange darauf gewartet, dass Jeff Bezos, die reichste lebende Einzelperson der Welt, endlich für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Der Gründer von Amazon, 200 Milliarden US-Dollar schwer, wird mit dem Dead Planet Award ausgezeichnet. Damit wird er als Totengräber unseres Planeten geehrt. Über die Gründe brauchen wir nicht lange zu rätseln: der weltweite online-Handel zerstört die Umwelt, geht mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen einher und Amazon versteuert seinen Gewinn in Steueroasen. Den unkritischen Kunden juckt das nicht: er will nur billig und bequem einkaufen, ohne seinen Hintern aus dem Schreibtisch-stuhl erheben zu müssen.

Auf der nächsten Amazon-Hauptversammlung werden Mitarbeiter der Stiftung ethecon den Preis öffentlichkeitswirksam an Bezos übergeben.

Was steckt hinter ethecon? Das Kunstwort, das sich aus Ethik und Ökonomie zusam-mensetzt, ist Programm. Ethik in der Wirtschaft fordert der Gründer von ehecon, Axel Köhler-Schnura. Er sagt: wenn wir uns den Ursachen von Umweltzerstörung, Krieg und Rechtsradikalismus zuwenden, kommt der Kapitalismus in den Blick. Deshalb greift Köhler-Schnura die herausragenden Kapitalisten an: Blackrock war schon in sei-nem Visier, der Konzern Deutsche Wohnen und der Chemieriese Bayer.

Aber auch herausragende positive Persönlichkeiten werden von ethecon ausgezeich-net: Ende November zum Beispiel die Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Omido aus Kenia. Sie erhält den ethecon Blue Planet Award.

Wenn sie ethecon gut finden, habe ich nur noch eine kleine Frage: Ist ihr Amazon Konto eigentlich immer noch aktiv?

Dead Planet Award.
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