Das Spiel mit dem Feuer.

Warum kann eigentlich niemand Donald Trump stoppen, der offensichtlich den Verstand verloren hat? Viel davon hatte der Choleriker ohnehin nie. Die Weltgemeinschaft schaut mehr oder weniger hilflos zu, wie Trump pöbelt, provoziert, wie er in seiner Hybris glaubt, die ganze Welt am Nasenring durch die Manege führen zu können. Schon der Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran war eine Katastrophe, die nicht wieder gut zu machen ist. Die Ermordung des iranischen Generals Soleimani war die pure Provokation und eint die Kräfte im Nahen Osten, die Rache wollen. Und das sind nicht mehr nur die Radikalen. Damit haben die USA ihre Rolle komplett an die Wand gefahren. Statt als Bekämpfer des IS-Terrors werden die Amerikaner jetzt nur noch als aggressive Kriegstreiber gesehen. Die Verbündeten sind entsetzt – selbst das Saudische Königshaus, Stützpfeiler der USA in der Region, verurteilt diese Tat. Mit Trumps Drohung, Kulturgüter im Iran anzugreifen, stellt er sich auf eine Stufe mit den Taliban und verlässt die Zivilisation. Und wir? Der Drohnenmord am iranischen General wird als eine Zäsur in die Geschichte des Westens eingehen, nicht nur, weil nun eine militärische Eskalation im Nahen Osten so gut wie unausweichlich geworden ist. Die gezielte Tötung, die Washington nicht mit seinen Alliierten in Europa abgesprochen hatte, hat auch das Potenzial, die ohnehin brüchig gewordene transatlantische Partnerschaft und die westliche Allianz weiter zu spalten. Manches spricht dafür, dass dieser Konflikt Europas Verhältnis zu den USA grundlegend verändern wird. Die amerikanische Bevölkerung hat jetzt keine Wahl mehr: Sie muss diesen Mann, der das Feuer an die Lunte hält, schnellstens aus seinem Amt entfernen. Bevor es zu spät ist. Für das transatlantische Bündnis und für den Weltfrieden.

Das Spiel mit dem Feuer.
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