Das Jahr geht – Rückblick

Das alte Jahr verabschiedet sich ächzend und stöhnend und aus vielen Wunden blutend. Die Welt war fest im Würgegriff des Terrors. Und gekennzeichnet von Flüchtlingsströmen – weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Hunger. Mehr als 1 Million von Ihnen sind bei uns angekommen und haben unser Land vor große Herausforderungen gestellt.

 

Am Ende des Jahres 2015 kann man eine vorsichtige vorläufige Bilanz ziehen. „Wir schaffen das“, so hat uns die Bundeskanzlerin Mut gemacht – und das deutsche Volk auch herausgefordert. Und sie hat mir Ihrer Ankündigung auch recht gehabt. Eine unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung wiegt wesentlich schwerer als das Chaos vor dem Lageso, als brennende Unterkünfte und gehässige, ausländerfeindliche Parolen. Deshalb finde ich, 2015 war nicht nur ein Katastrophenjahr, sondern auch ein gutes Jahr. Gut deshalb, weil der überwiegende Teil der Bevölkerung auf die Krise mit Mut und Opferbereitschaft reagiert hat. Die so viel gescholtene Ego-Gesellschaft hat den Blick auf die gerichtet, die unsere Hilfe und Unterstützung bitter nötig haben.

 

Ja, wir haben viel geschafft im Blick auf die Menschen in Not. Wie die Nachkriegsjahre und die Jahre der Wiedervereinigung werden die Jahre von 2015 bis 2020 vermutlich auch in die Geschichte eingehen als Jahre, in denen Deutschland eine große Herausforderung geschultert hat. Die „wir schaffen das Kanzlerin“ ist nicht umsonst „Person ofthe Year“ 2015.

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