Das Haus der Frauen.

Soléne ist Staranwältin in einer großen Kanzlei. Sie lebt in Paris, verdient eine Menge Geld und meint, ihr Leben im Griff zu haben. Bis sich eines Tages einer ihrer Mandanten nach einem verlorenen Prozess in den Tod stürzt. Solénes Leben gerät aus den Fugen. Sie fällt in eine De-pression.

Sie erhält den Rat, sich ehrenamtlich zu engagieren, für Menschen, denen es schlecht geht. So wird Soléne öffentliche Schreiberin im Palast der Frauen. Das rettet sie – sie kann sich küm-mern, kann denen helfen, die am Rand der Gesellschaft leben. Frauen aus aller Welt finden im Haus der Frauen Zuflucht. Die Schicksale der Obdachlosen, Verfolgten, Vergewaltigten und verstümmelten Frauen gehen ihr zu Herzen. Soléne findet Sinn im Leben, ganz anders als vor-her in Karriere, Luxus und schicken Abendgesellschaften.

Ich habe das Buch „Das Haus der Frauen“ in den letzten Tagen geradezu verschlungen. In die-sen Zeiten werden ja viele Menschen brutal heruntergebremst, statt Büro und Karriere Home-office – wenn überhaupt – und die Frage: warum bin ich eigentlich die ganzen Jahre im Hams-terrad gelaufen? Dieses Buch ist Medizin gegen die Corona-Depression, die sich übers Land gelegt hat. Der Ausweg: Solidarität, sich kümmern um andere, Leben teilen, Engagement. Soléne schreibt schließlich die Geschichte über die Gründerin des Palastes der Frauen in Paris, der Heilsarmistin Blanche Peyron. „Das Haus der Frauen“ von Laetitia Colombani, erschienen im S. Fischer Verlag, 20 Euro, die sich lohnen und ihrem lokalen Buchhändler gut tun.

Das Haus der Frauen.
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