Das Apfelbäumchen.

Daniela Mailänder hat es sich nicht nehmen lassen. Kurz vor dem Lockdown hat sie ein mick-riges Kirschbäumchen aus dem Baumarkt mitgenommen. Und eingepflanzt. „Graben sie ein großzügiges Loch“ steht auf dem Etikett des Baums. Und Daniela Mailänder denkt: so tief wie das Loch, in dem ich in der Corona-Krise sitze, kann ich gar nicht graben. Und sie tut es doch. Sie pflanzt den Baum, der erst in paar Jahren Kirschen tragen wird. Gefunden habe ich diese Geschichte im Buch „Hoffnung – Zuversicht in Zeiten von Corona“. Es begleitet mich schon seit zwei Monaten.

Szenenwechsel. Ich spaziere mit meinem Freund Peter durch die Weinberge. Wir tauschen uns aus – worauf hoffen wir eigentlich noch? Wir sind beide im Ruhestand, suchen Aufgaben und sind durch Corona seltsam ausgebremst. Und auch ein wenig resigniert. Wie geht es jetzt weiter?

Und da ist es wieder, das Bäumchen. Diesmal mit Äpfeln. „Und wenn Morgen die Welt un-tergehen würde, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Peter sagt mir dieses Lu-ther-Zitat. Und ich schöpfe Hoffnung. Ja, die Pandemie wird vorbeigehen. Und ja: auch in dieser Zeit können wir Hoffnung verbreiten. Indem wir in die Zukunft investieren und den Kopf nicht in den Sand stecken. Ich wünsche uns allen Kraft zum Durchhalten und zum Inves-tieren in die Zukunft. Jetzt. Gerade jetzt.

Das Apfelbäumchen.
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