Darum sorge dich nicht.

Es fällt schwer, jeden Tag einen mehr oder weniger geistreichen Kommentar zur Corona-Pandemie abzusondern. Also tue ich es heute nicht. Stattdessen ein Mutmachtext.

Die Angst lässt ihren Griff nicht los, solange wir verkrampft festhalten. Die Dunkelheit wird nicht heller, dadurch, dass wir sie finster betrachten. Die Schmerzen zerstreuen sich nicht, während wir uns auf sie konzentrieren. Unsere innere Unruhe wird nicht weggehen, es sei denn, dass wir selbst zur Ruhe kommen. Die Schwermut wird nicht leichter, wenn wir uns von ihr davontragen lassen. Und Verzweiflung und Einsamkeit werden nicht liebenswerter, indem wir uns in sie verlieben. Wenn das alles so ist, warum fühlen wir uns dann bei dem guten Rat der altbewährten Beter so distanziert erhaben: Nicht zu klammern, sondern loszulassen, nicht zu sorgen, sondern zu vertrauen, nicht zu versinken, sondern aufzuschauen, nicht zu halten, sondern abzugeben und unsere Last bei dem einen abzuladen, bei dem sie besser als bei uns aufgehoben ist?

Eine Ermutigung in sorgenvollen Zeiten von Hans-Joachim Eckstein.

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