Danke, AKK! Mahler meint am 23. Mai 2019

160203_Mahlermeint_bannerDanke, Annegret Kramp-Karrenbauer! „Die christliche Botschaft kennt keine christliche Politik“ sagte CDU-Vorsitzende gestern. Rechtzeitig zur Europawahl. Hoffentlich. Denn da treten sie wieder an, die selbsternannten Wächter des christlichen Abendlandes. Zuförderst die AfD. Aber auch kleine Splitterparteien, die die Bibel oder Jesus im Namen tragen. Oder – als schlechte Tarnung die Familie, die eindeutige geschlechtliche Ausrichtung, Israel oder was auch immer. Die Botschaft des Christentums könne Politikern Orientierung geben, schrieb die Parteichefin. Aber sie kann politische Entscheidungen nicht ersetzen. „Deshalb kann es christliche Politiker geben, aber keine christliche Politik“ – so das Fazit von AKK. Ich sehe viele christliche Politiker in den Parteien. In meiner aktiven Zeit bei Radio Paradiso habe ich viele von ihnen interviewt. Petra Pau von der Linken, Katrin Göhring-Eckhard von den Grünen, Wolfgang Thierse von der SPD, Günter Beckstein von der CSU. Sie sind Christen – und machen eine Politik, die dieses Etikett verdient. Die anderen, die für eine bestimmte radikale Richtung in den Glaubenskampf ziehen, sind keine christlichen Politiker sondern Lobbyisten für eine bestimmte Richtung, die sie für die einzig wahre halten. Fundamentalisten und Radikale, aber keine Demokraten. Ausgrenzer und keine Integrierer. Darum wähle ich keine christlichen Parteien. Sondern die, die für die Grundwerte einstehen und für die Menschen. Echte Demokraten also, die ihren Kompass kennen. Und der kann durchaus etwas mit der Bibel zu tun haben.

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