Dankbarkeit. Mahler meint am 24.09.2019

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Max hängt inzwischen an der Dialyse. Und doch hat er viel Grund, dankbar zu sein. Ich freue mich, dass ich lebe. Und ich freue mich an den vielen kleinen Dingen, die mich dankbar durch jeden Tag gehen lassen.
 
Carola hat nach vielen Jahren endlich einen Arbeitsplatz gefunden, bei dem alles stimmt: Die Aufgabe – sie beschäftigt sich bei einem großen Konzern mit Luftreinhaltung und CO2 Neutralität – und das Team ist auch klasse.
 
Sylvia hat ihren 50igsten als fröhliche Frau gefeiert. Das war nicht immer so. Sie litt ihr Leben lang an Depressionen. Jetzt ist sie super eingestellt und kann das Leben genießen. Statt schwarz sieht sie auf das Häuschen, die wohlgeratenen erwachsenen Kinderund einen großen Freundeskreis in der Kirchengemeinde.
 
Carla hat zwar Stress in der Arbeit, weil die Pflege chronisch an Personalmangel leidet. Und doch geht sie gerne ihrem Job nach, der für sie Berufung ist. Die Patienten, die KollegInnen – das alles gibt ihr nach vielen Jahren Berufstätigkeit immer noch Lebensqualität.
 
Gestern saßen wir zusammen, wie alle zwei Wochen. Wir sprachen mal nicht über Probleme, den Klimawandel, Krankheiten und Alltagssorgen. Nein, wir schauten zurück und fragten uns, wofür wir dankbar sein können. Zuvor hatten wir einen Psalm gelesen, in dem es um das Lob der Schöpfung für den Schöpfer geht. Und die Grundstimmung war: danke für das Leben. Für die reifen Obstbäume. Für alles, an dem wir uns freuen können. Die alte Journalistenweisheit stimmt eben nicht: „Only bad news are good news“. Das ist nur was für Quote und Auflage. Die guten Nachrichten sind es wert, erzählt zu werden. Das haben wir gestern Abend gemacht – und sind fröhlich und dankbar auseinander gegangen.

Dankbarkeit. Mahler meint am 24.09.2019
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